Top 3 Grundlagen für eine Low Carb Diät

Eine Diät ohne Kohlenhydrate gilt als Garant für eine gesunde Figur. Low Carb ist ein beliebtes Mittel, um abzunehmen oder die Ernährung gesünder zu gestalten.
Aber was zeichnet eine Low Carb Diät aus? Worauf kommt es bei einer Low Carb Ernährung an?
Im Folgenden gibt es die wichtigen Grundlagen für eine Low Carb Diät zusammengefasst – kurz, knapp und trotzdem umfassend.

Low Carb stammt aus dem englischsprachigen Raum und bedeutet übersetzt „wenig Kohlenhydrate“. Anders als die meisten denken, handelt es sich dabei nicht um eine klassische Diät. Vielmehr ist es eine Umstellung der Ernährung und eine Veränderung des Lebensstils.
Der Verzicht auf Kohlenhydrate stellt allerdings die Basis für verschiedene Diätformen dar: Atkins oder South Beach Diät sind vielen Menschen bekannt. Diese Diäten sind deshalb so beliebt, da man nur auf sehr wenig verzichten muss. Auch eine leckere Pizza ist drin solange man sich an ein Low Carb Pizza Rezept hält. Dabei vergessen aber viele, dass es bei einer Ernährung ohne Kohlenhydrate um weit mehr geht als um die bloße Gewichtsreduktion. Aber um was?
Der folgende Abschnitt erklärt die 3 wichtigsten Grundlagen der Low Carb Ernährung.

1. Low Carb als gesunde Ernährungsform: Kohlenhydrate als Übeltäter?

Es ist lange bekannt, dass der Körper und insbesondere das Gehirn auf Kohlenhydrate angewiesen sind, um leistungsfähig zu sein. Dieses grundlegende Wissen wird dadurch ergänzt, dass es sich bei Kohlenhydraten prinzipiell immer um eine Form von Zucker handelt.
Der Körper bezieht seine Energie aus dem Zucker in der ihm zugeführten Nahrung: Einfachzucker, Zweifachzucker, Mehrfachzucker. Daneben sind Fette und Eiweiße notwendig, damit die Körperfunktionen erhalten bleiben und alle Zellen funktionieren.

Die Low Carb Ernährung nutzt dieses Grundwissen, um eine Ernährungsform darzustellen, die der unserer evolutionären Vorfahren ähnelt. Die Jäger und Sammler ernährten sich schließlich nicht von Pralinen, Pizzen und Torten. Sie nutzten ausschließlich die Beeren, Kräuter und Tiere, die die Natur ihnen bot.
Da sich diese Form der Ernährung mit dem Voranschreiten der Zivilisation zugunsten industriell hergestellter Produkte verändert hat, ist ein Umdenken erforderlich. In der heutigen Zeit nehmen immer mehr Menschen viel Energie aufgrund kohlenhydratreicher Nahrungsmittel zu sich.
Mögliche Folgen: Bewegungsmangel, Übergewicht und Zivilisationskrankheiten, wie z. B. Diabetes, Bluthochdruck, Schlaganfall … Mit einer Low Carb Ernährung ist es möglich, diese Risiken zu verringern und gesünder, fitter sowie ausgeglichener durch das Leben zu gehen. Doch was ist dafür nötig?

2. Mit Low Carb abnehmen und ein ausgewogenes Leben führen

Wer den Verzehr von Kohlenhydraten deutlich reduziert, zwingt seinen Körper die nötige Energie aus anderen Quellen zu beziehen. Der menschliche Organismus kann sehr schnell verschiedenste Kohlenhydrate zu nutzbarer Energie umbauen. Das hilft, konzentriert und aktiv zu bleiben.
Doch der Haken steckt im Detail: Wer zu viele Kohlenhydrate zu sich nimmt und die daraus bereitgestellte Energie nicht verbrauchen kann (z. B. durch sportliche Aktivität), lagert die überschüssige Energie automatisch als (Fett-)Reserve für schlechte Zeiten ein. Das Geheimnis, um das zu verhindern, nennt sich Low Carb.

Eine Ernährung mit wenigen Kohlenhydraten sorgt dafür, dass der Körper an die Reserve geht, um leistungsfähig zu bleiben. Denn Fett lässt sich ebenso wie Eiweiß zu Energie umwandeln – es dauert bloß länger als bei leicht verfügbaren Kohlenhydraten.
Eine Low Carb Ernährung hält dementsprechend den Blutzuckerspiegel auf ein konstantes Niveau, verhindert somit effektiv Heißhungerattacken und das typische „Schnitzelkoma“ nach dem Essen. Zudem erhält der Körper alle nötigen Nährstoffe, um gesund zu bleiben.

Zu früh aufgeben sollte man auf keinem Fall. Lieber mal ein Blick auf die typischen Fehler der Low Carb Diät werfen.
Dazu ist es gemäß Low Carb erforderlich, auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten oder ihren Konsum zumindest einzuschränken. Aber welche Lebensmittel sind bei Low Carb verboten und welche sind erlaubt?

3. Lebensmittel ohne Kohlenhydrate – was ist erlaubt?

Um mit Low Carb einen gesünderen Lebensstil zu entwickeln, ist es wichtig zu wissen, dass jedes Lebensmittel Kohlenhydrate enthält.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Art der Kohlenhydrate verborgen: Einfachzucker, wie er sich vor allem in Kuchen, Keksen und Schokolade verbirgt, liefert schnelle Energie. Diese Lebensmittel sind während einer Low Carb Diät zu reduzieren oder ganz zu meiden. Stattdessen gilt der Mehrfachzucker, wie er beispielsweise in Vollkornprodukten steckt, als erlaubtes Nahrungsmittel bei Low Carb.

Neben Vollkornprodukten und Dinkel zählen die folgenden Nahrungsmittel als empfehlenswert und erlaubt:

  • Hülsenfrüchte
  • jegliche Art von Salat
  • Eier und Milchprodukte
  • jegliche Art von Fleisch
  • Tofu
  • Gemüse

Ein Sonderfall stellt Obst dar. Süßschmeckende Früchte sind zwar erlaubt, allerdings nur in geringen Mengen. Der darin enthaltene Fruchtzucker zählt zu den schnell verwertbaren Zuckerarten. Speziell süße Obstsorten, wie z.B. Äpfel und Bananen, sind deshalb bei einer Low Carb Ernährung in Maßen zu genießen. Eine süße Variante sind Kokosraspeln.

Viele Lebensmittelhersteller bieten inzwischen Low-Carb Alternativen. So muss man als Nudelliebhaber nicht auf seine geliebte Pasta verzichten. Low Carb Nudeln schmecken wie echte Nudeln und sind dabei noch nahrhafter.

Die 3 wesentlichen Grundlagen von Low Carb auf einen Blick!

Die folgende Auflistung enthält die Top 3 Grundlagen der Low Carb Ernährung zusammengefasst:
Low Carb basiert auf der Ernährung menschlicher Vorfahren
Low Carb enthält keine „schlechten“ Kohlenhydrate (v. a. Zucker und Stärke, wie in Schokolade oder Weißmehlprodukten)
Low Carb erlaubt „gute“ Kohlenhydrate, wie z. B. aus Vollkornprodukten, und erhöht den Anteil von Eiweiß in der täglichen Ernährung (z. B. Fleisch, Fisch und Milchprodukte)

Somit richtet sich die Low Carb Ernährung sowohl an Abnehmwillige als auch an alle anderen Personen, die verstärkt auf ihre Gesundheit achten wollen. Speziell der Anteil energiereicher Kohlenhydrate lässt sich stark reduzieren, sodass der Körper seine Energie auch aus Fette und Proteine bezieht.

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