Kakaonibs

Schokolade beziehungsweise Produkte aus Kakao waren schon immer sehr beliebt. Leider wurde das Grundprodukt mit der Zeit immer weiter verarbeitet und verfeinert. Somit ist die eigentliche gesundheitsfördernde Wirkung von Kakao immer weiter in den Hintergrund gerückt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass man sich im Sinne der Health Bewegung wieder auf die ursprüngliche Wirkung besinnt. Aus diesem Grund findet man inzwischen in vielen Bio-Supermärkten und Reformhäusern Kakaonibs. Manchmal wird das beliebte Superfood auch mit der englischen Bezeichnung Cacao Nibs geführt. Zeit also die kleinen braunen Drops genauer zu untersuchen.

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Online sind folgende Produkte erhältlich.

Kakao Nibs Inhaltsstoffe

Da die Nährstoffe das sind was ein gutes Superfood aus machen, müssen wir hier natürlich auf die Inhaltsstoffe von Kakaonibs eingehen. Die Vielzahl an lebensnotwendigen Stoffen ist schon beeindruckend. Hier eine Liste der wichtigsten Nährstoffe von Kakaonibs:

Mengenelemente

  • Magnesium: Schon immer galt Magnesium als Wundermittel gegen Krämpfe. Gerade Sportler wissen seine Wirkung zu schätzen. Des weiteren verbessert Magnesium das Blutbild. Dadurch wird das Herz entlastet. Morgens einfach ein paar Cacao Nibs zum Frühstück ins Müsli und das wichtige Element ist abgedeckt.
  • Calcium: Wie heißt es so schön in der Milchwerbung? „Calcium für starke Knochen“. Doof nur, dass die kleinen braunen Stückchen den Kalciumgehalt von Milch noch übertreffen – nämlich 160 mg / 100 g statt 125 mg / 100 ml. Doch als ob das nicht genug wäre auch noch vegan. Dadurch können Veganer einen großen teil ihres Kalciumbedarfs stillen. Denn ein schwache Knochen und Zähne aufgrund von Kalciumwangel will nun wirklich niemand.

Spurenelemente

Natürlich sind in dem Superfood Cacao Nibs auch Spurenelemente enthalten. Allen voran Eisen. Dieses wird für die Blutbildung benötigt. Daneben hilft das Chrom bei der Regulierung des Blutzuckers. Dadurch und durch das Fehlen von Zucker sind die kleinen Powerdrops für Diabetiker eine tolle Ergänzung. Außerdem sind die oft unterschätzen Elemente Kupfer und Zink enthalten. Letzteres kennt man zum Beispiel aus Zink gegen Akne.

Weitere Stoffe

Kakaonibs Inhaltsstoffe

Kakaonibs Inhaltsstoffe

Folgende Weiteren Stoffe enthalten Kakaonibs:

  • Theobromin: Der Nährstoff hat eine anregende Wirkung. Damit ähnelt er stark dem bekannten Aufputschmittel Koffein. Jedoch ist seine Wirkung etwas geringer. Da dies dennoch Auswirkungen auf unser zentrales Nervensystem hat existieren Verzehrempfehlungen. Wer die angegebene Höchstdosis überschreitet muss mit Nebenwirkungen wie Hyperaktivität, Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen oder Schwindel rechnen
  • Tryptophan wirkt gegen Stress, Angstzustände, Unwohlsein und Stimmungsschwankungen. Dies geschieht dadurch, dass die Aminosäure an der Bildung des Botenstoff Serotonin beteiligt ist
  • Antioxidantien schützen wie man aus vielen Werbefilmen kennt vor Alterserscheinungen. Sie schützen vor freien Radikalen und beugen Mangelerscheinungen vor
  • Anandamid: Anandamid zählt als körpereigenes Endorphin. Dadurch werden wir glücklich wenn der Körper diese ausschüttet. Denn so wie Schokolade glücklich macht verbessern auch Kakaonibs die Stimmung. Dadurch fühlen wir uns besser und lebendiger
  • Salsolinol ist bekannt aufgrund seiner positiven Wirkung auf den Geist und die Seele. Da es zur Ausschüttung des Glückshormons Dopamin beträgt steigert es das Wohlbefinden. Die Kombination mit Anandamid macht Cacao Nibs zu einer echten Wunderwaffe gegen depressive Tage.
  • Phenylethylamin oder kurz PEA gilt als chemischer Botenstoff. Der Mensch schüttet zum beispiel dann PEA aus wenn er verliebt ist. Dies ist das Gefühl der Schmetterlinge im Bauch. Also auch ein Stoff, der das Wohlbefinden steigert. Dazu zügelt Phenylethylamin den Appetit. Dies geschieht gerade in Verbindung mit Calcium.
  • Zu guter letzt sind noch Ballaststoffe enthalten. Diese gelten als Sattmacher und unterstützen somit dem Hungergefühl vorzubeugen und helfen beim Abnehmen

Aufgrund der Vielzahl an Nährstoffen gelten die kleinen Kakao Nibs als wahres Wundermittel.

Dosierung und Einnahme

Natürlich sind selbst Kakaonibs als Superfood alleine nicht genug. Dies bedeutet sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung sondern sind nur eine Ergänzung!

Man sollte mit maximal einem Teelöffel beziehungsweise einer Kakaobohne pro Tag starten. Sobald man merkt, dass keine der weiter unten genannten Nebenwirkungen auftreten, kann man die Dosierung langsam erhöhen. Diese Menge ist auch normalerweise vollkommen ausreichend um sein morgendliches Müsli zu verfeinern.

Nebenwirkungen von Kakaonibs

Natürlich dürfen die Nebenwirkungen nicht unerwähnt bleiben. Die anregende Wirkung von Kakao Nibs sollte nicht unterschätzt werden. Die Folgen reichen bis Schlaflosigkeit und Hyperaktivität. Daher sollte man zu Beginn eher geringe Dosierungen zu sich nehmen. Dadurch hat man Zeit festzustellen wie der eigene Körper darauf reagiert.

Da Kakao-Nibs fermentiert sind enthalten sie Histamin. Dies bedeutet Allergiker müssen hier eventuell etwas achtsam sein.

Zudem besteht die Gefahr von Schimmelpilzbildung wenn zu viel Feuchtigkeit an die Cacao Nibs gelangt. Daher immer trocken und kühl lager. Außerdem sollte eine einmal angebrochen Packung zügig verzehrt werden. Denn auch der Geschmack verändert sich mit der Zeit. Die Daumenregel sagt: innerhalb von zwei Monaten sollte die Packung leer sein.

Was kann man mit Cacao Nibs alles machen

Natürlich kann man die kleinen Kakaobohnen-Stückchen einfach so naschen. Doch es geht auch mehr. Der typische Käufer wird das kleine Superfood sicher in sein Müsli oder Joghurt werfen. Dadurch erhält zum Beispiel der Joghurt den leckeren Kakaogeschmack.

Aber es sind existieren natürlich noch mehr Anwendungsmöglichkeiten.

Kakao Nibs – Aromatische Alleskönner zum Kochen, Backen, Dekorieren und Verfeinern

Als Ergänzung für den Joghurt, das Müsli oder den Pudding eignen sich die kleinen braunen Kakaobohnenstückchen perfekt. Doch lass deiner Fantasie einfach mal freien Lauf. Auch Smoothies, Kuchen oder Cremes kann man verfeinern. Weil sich sogar Säfte damit aufpeppen lassen und ein Cookie garniert werden kann kann man wahrlich von einem Allzweckmittel sprechen.

Ein einfaches Rezept lautet wie folgt:
So kann man einen Schokopudding mit Banane und Kakaonibs verfeinern. Also „Double Chocolate“. Für den perfekten Genuss einfach eine reife Banane zum Pudding hinzu geben. Und ab damit in den Kühlschrank. Wenn alles schön gekühlt ist die braunen Nibs darüber streuen und genießen.

Geschmack

Die kleinen Bruchstücke von Kakaobohnen schmecken leicht herb und etwas bitter. Am besten sind mit Bitterschokolade beziehungsweise mit Schokolade mit hohem Kakaoanteil (ab 85 %) zu vergleichen. Wer also an leicht schmelzende süße Milchschokolade denkt wird enttäuscht werden.

Kakaonibs sind sowohl knackig und crunchy, als auch zart von innen.

Sind Kakaonibs vegan?

Ganz eindeutig ja. Kakao-Nibs sind nicht nur vegan sondern auch noch zuckerarm, fructosearm und auch laktosefrei. Dies in Kombination mit dem hohen Proteingehalt macht sie zu einem richtigen Superfood.

Wie werden Kakaonibs hergestellt?

Die leckeren Cacao Nibs werden meist dort hergestellt, wo auch die Kakaobohnen angebaut werden. Die Produktion ist relativ komplex. Daher kommt der auch im Vergleich zu normaler Schokolade hohe Preis.

Folgende Schritte werden zur Produktion durchlaufen:

  1. Sofort nach der Ernte geht es an das reinigen und säubern. Die Kakaobohnen werden von der braunen Schale befreit, bis nur noch die weiße Bohne selbst übrig ist
  2. Jetzt folgt die Fermentierung. Dabei handelt es sich um einen Gärungsprozess, der die Reste des Fruchtfleischs löst und durch die Hitze (über 40 Grad Celsius) Keime und Bakterien tötet. Traditionell geschieht dieser Prozess indem die Bohnen in Bananenblätter gewickelt werden. Anschließend werden diese für 5 bis 7 Tage in Erdmulden gelagert. Im industriellen Maßstab geschieht dies in großen Kisten um Schädlinge und Parasiten abzuhalten. Übrigens erhalten die Bohnen durch die Fermentierung ihre typische braune Farbe.
  3. Anschließend werden die Bohnen getrocknet. Da bei hohen Temperaturen wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen, geschieht dies bei maximal 45 Grad Celsius. Somit bleiben alle wertvollen Eigenschaften erhalten und die Bohnen dürfen als Rohprodukt gekennzeichnet werden.
  4. Zum Schluss werden die Bohnen vorsichtig zerbrochen. Dadurch entstehen die typischen kleinen Splitter der Kakaonibs.

Um Kakao Nibs von höchster Qualität zu erhalten muss mal also schon etwas Aufwand betreiben. Die Verarbeitung ist aufwendig und der Anbau erfolgt auch nur in den entsprechenden klimatischen Gebieten. All dies führt zu einem hohen aber dennoch fairen Preis. Dass der Transportweg nicht gerade kurz ist hilft natürlich ebenso wenig.

Somit ist auch sichergestellt, dass es sich bei den Kakaonibs Bohnenstücken um ein Luxusgut handelt. Der massenhafte Verzehr schadet sowohl dem Geldbeutel als auch der Gesundheit. Eine kleine Menge täglich reicht vollkommen aus um die gewünschten Nährstoffe zu erhalten und um die Glückshormone anzuregen.

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