Fußgesundheit: So bleiben unsere Füße gesund

Unsere Füße tragen Tag für Tag unser gesamtes Körpergewicht durchs Leben und sind so einer permanent hohen Belastung ausgesetzt. Bei dauerhafter Überbelastung können Schmerzen in Fuß-, Knie- und Hüftgelenke und sogar bis in den Lenden- und Nackenwirbelsäulenbereich auftreten. Warum es so wichtig ist, auf seine Fußgesundheit zu achten, wird im Folgenden erläutert.

Gesunde Füße für ein ganzheitliches Wohlbefinden

Für die meisten Fußprobleme ist der Mensch selbst verantwortlich. Akute Fußleiden bzw. Fußfehlstellungen entwickeln sich aber in vielen Fällen bereits im frühen Kindesalter, bereiten aber oft erst im Erwachsenenalter Probleme.

Die häufigsten Fußfehlstellungen bzw. Erkrankungen, die im Laufe der Zeit entstehen, sind die Folgenden:

  • Knick-Senk-Fuß
  • Spreizfuß
  • Platt- oder Hohlfuß
  • Hallux valgus
  • Hallux rigidus
  • Hohlfuß
  • Spreizfuß
  • Instabilität des oberen Sprunggelenks
  • Schmerzende Mittelfußknochen
  • Rheumatisch bedingte Fußfehlstellungen
  • Sensible Fußsohlen durch Diabetes

Vor allem falsches Schuhwerk ist für viele Beschwerden hauptverantwortlich, da damit nicht nur Fehlstellungen begünstigt werden, sondern auch zu einseitigen Belastungen führt.

Was kaum jemand weiß: die Fußgesundheit hat ganzheitlichen Charakter und kann sich unter anderem auch negativ auf den gesamten Organismus auswirken.

Leichte bis mittelschwere Beschwerden lassen sich in der Regel gut in den Griff bekommen, sofern dabei ein paar wichtige Regeln beachtet werden:

Gesund Füße: worauf muss man achten?

Passendes Schuhwerk

Passende Schuhe sind von Beginn an wichtig. Das Tragen von falschem Schuhwerk ist in den meisten Fällen die Hauptursache für Fußfehlstellungen. Viele Menschen tragen entweder zu große oder zu kleine, zu enge oder zu weite oder auch zu spitze Modelle.

Auch bei zu flachen bzw. zu hohen Schuhen sollte man vorsichtig sein. Gerade diese beiden Varianten drücken auf unnatürliche Weise auf das Sprunggelenk und geben den Füßen zu wenig Halt.

Wer hingegen permanent nur festes Schuhwerk trägt, riskiert eine ‚übertrieben‘ Entlastung der Fußmuskulatur, was in weiterer Folge wiederum zur Schwächung der gesamten Bein- und Fußmuskulatur, sowie des Bindegewebes und den Bändern in den Füßen führt.

Orthopädische Einlagen

Orthopädische Einlagen sind Hilfsmittel, die zur Behandlung bereits präsenter Fußleiden eingesetzt werden. Darunter fallen eben Fußfehlstellungen sowie krankheitsbedingte Probleme. Sie werden völlig unauffällig und diskret in den Schuhen getragen und schaffen so Linderung der Beschwerden.

Sie können zwar in jedem beliebigen Schuhwerk getragen werden, die Anpassung sollte aber unbedingt in den „Alltagsschuhen“ erfolgen, da diese schließlich am häufigsten getragen werden.

Orthopädische Einlagen vereinen eine individuelle Fußbettung und eine erstklassige Stütz- und Polsterfunktion in Einem. Um auch ihre optimale Wirkung auf die Muskulatur, das Gangbild und eine allgemeine gesunde Körperhaltung entfalten zu können, müssen sie entsprechend angepasst werden.

Grundsätzlich werden orthopädische Einlagen individuell an die Bedürfnisse angepasst und anschließend nach Maß angefertigt. Es gibt aber auch schon ‚fertige‘ Modelle zu erwerben, die man im ausgewählten Fachhandel oder auch in manchen Drogerieshops kaufen kann.

Allerdings sollte man hier vorsichtig sein, da sich orthopädische Einlagen je nach Behandlungsziel unterscheiden. Je nach Bedarf werden folgende Schuheinlagen unterschieden:

  • stützende Einlagen
  • polsternde (überwiegend Gel-) Einlagen
  • korrigierende bzw. ausgleichende Einlagen (z.B. bei Bein- oder Fußlängenunterschieden)
  • Aktiveinlagen (diese werden auch propriozeptive Einlagen genannt, da sie Auswirkungen auf die Muskelspannung haben)

Handelsübliche Einlagen ‚von der Stange‘ sind deshalb ohne ausführliche Diagnose nicht empfehlenswert, da jeder Fuß seine Eigenheiten hat und dementsprechend auch individuell behandelt werden sollte.

Die Muskulatur durch gezielte Übungen stärken

Der Mensch ist eigentlich darauf ausgelegt, barfuß zu laufen und nicht den ganzen Tag in Schuhen zu verbringen. Die Fußmuskulatur trägt einen erheblichen Teil dazu bei, den Fußapparat stabil zu halten und so effektiv Fußfehlstellungen vorzubeugen.

Das effektivste Training für unsere Füße ist der Wechsel zwischen harten und weichen Untergründen. Aber auch gezielte Übungen wie das Rollen eines Tennis- oder Igelballs unter der Fußsohle oder das Gehen auf den Fußaußen- oder Fußinnenkanten sowie das Spreizen und Krallen von Zehen, können unauffällig in den Alltag integriert werden und eine gesunde Entwicklung der Fußmuskulatur unterstützen.

Gesunde Füße – ein Leben lang

Sollten bereits Fußschmerzen präsent sein, ist es besonders wichtig, diese auch zu verfolgen bzw. nicht zu ignorieren. Fußschmerzen sind ein wichtiges Warnsignal des Körpers, welches nicht immer orthopädisch bedingt sein muss. Eine mögliche Ursache kann beispielsweise auch eine Stoffwechselerkrankung wie Diabetes sein. Deshalb sollte die Ursache unbedingt fachmännisch von einem Arzt abgeklärt werden.

Zu den ersten Anzeichen beginnender Fußprobleme zählen meistens übrigens müde, schwere Beine, ein ‚Abknicken‘ der Füße oder ein ungleiches Gangbild. Sollten Schmerzen länger als drei Tage dauern oder bei Belastung zunehmen, ist eine medizinische Abklärung in jedem Fall ratsam.

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