Was hilft gegen Augenringe?

Augenringe sind für viele Menschen ein Graus. Sie lassen den Besitzer älter und müde erscheinen. Augenringe treten vorübergehend bei Krankheiten oder nach durchzechten Nächten auf. Die lästige Erscheinung kann aber auch dauerhaft sein. Glücklicherweise gibt es einige Tricks, mit denen Augenringe bekämpft werden können. Ganz oben auf der Liste steht der Feuchtigkeitsmagnet Hyaluronsäure zum Auftragen.

Augenringe sind häufig ein Ausdruck von Feuchtigkeitsmangel

Es gibt verschiedene Gründe, warum sich tiefe Schatten unter den Augen bemerkbar machen. Wie bereits erwähnt, können Schlafmangel oder Krankheiten die empfindliche Hautregion in Mitleidenschaft ziehen. Viel wahrscheinlicher ist aber ein Mangel an Sauerstoff oder Feuchtigkeit. Die Augenregion ist mit einer besonders zarten und dünnen Haut ausgestattet. Darunter sind viele Lymph- und Blutgefäße angesiedelt. Fettgewebe hat keinen nennenswerten Platz. Aus diesem Grund werden Mangelzustände hier besonders schnell sichtbar. Übrigens: Augenringe können auch Veranlagung sein.

3 Tipps gegen Augenringe

Augenringe lassen sich zwar durch ein gelungenes Make-up unsichtbar machen, aber wer hat schon Lust ständig Puder und Co. nachzulegen? Die gute Nachricht ist, dass es Substanzen und Hausmittel gibt, mit denen Augenringen entgegengewirkt werden können.

Tipp 1: Hyaluronsäure zum Auftragen

Hyaluronsäure sorgt für viel Gesprächsstoff. Kein Wunder, denn die körpereigene Substanz hat es in sich. Im Organismus sorgt sie für eine reibungslose Bewegung und für ein straffes Bindegewebe. Auch die Kosmetikindustrie ist auf Hyaluronsäure aufmerksam geworden, da sie zahlreiche positive Eigenschaften besitzt. Zudem ist sie gut verträglich. Besonders beeindruckend ist, dass Hyaluronsäure große Mengen Wasser binden kann. Deshalb wird sie als Feuchtigkeitsmagnet rund um die Augen angewendet. Das Ergebnis soll ein aufgepolsterter und frischer Effekt sein. Bei der Produktauswahl sollte unbedingt auf die Qualität geachtet werden. Schließlich bestimmt die Molekülgröße darüber, ob die Hyaluronsäure auf oder in der Haut wirken kann.

Ergänzend ist wichtig zu wissen, dass Augencremes mit Hyaluronsäure zwar Feuchtigkeit binden können, tiefe anatomische Ursachen von Augenringen aber nicht vollständig beseitigen. Wer sich eine schnelle Wunderwirkung erhofft, wird daher oft enttäuscht. Sinnvoll ist die regelmäßige Anwendung über mehrere Wochen. Außerdem sollte das Produkt speziell für die empfindliche Augenpartie geeignet und möglichst reizarm formuliert sein. Duftstoffe oder stark wirksame Säuren sind in diesem Bereich nicht immer gut verträglich.

Tipp 2: Lebenswandel überprüfen

Mit einem gesunden Lebenswandel gelingt es, der Augenpartie Aufmerksamkeit zu schenken. Das Ziel ist, sie jung und frisch zu halten. Dafür sind verschiedene Faktoren wichtig. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung versorgt den Körper mit zahlreichen Nährstoffen. Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und ausreichend Schlaf stellt eine Regeneration, die auch für die Augenpartie entscheidend ist, sicher. Natürlich ist auch ausreichend Trinkflüssigkeit wichtig. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät zu mindestens 1,5 l Wasser pro Tag. Natürlich darf es auch mehr sein, um die Haut von innen mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Ebenso hilfreich kann es sein, den Konsum von Alkohol und Nikotin kritisch zu hinterfragen. Beides kann dazu beitragen, dass die Haut fahler wirkt und die Augenpartie müder erscheint. Auch sehr salzreiche Mahlzeiten am Abend begünstigen bei manchen Menschen Schwellungen unter den Augen. Dann geht es nicht nur um dunkle Schatten, sondern zusätzlich um Tränensäcke, die den Eindruck von Augenringen noch verstärken können.

Tipp 3: Teebeutel anwenden

Die Augenringe mit Teebeuteln zu behandeln, ist ein Klassiker. Besonders empfehlenswert ist grüner oder schwarzer Tee. Aromastoffe sollten aber nicht enthalten sein, um die Haut nicht unnötig zu reizen oder gar Allergien auszulösen. Ein simpler Trick verhilft zu einem frischeren Antlitz. Der Tee enthält nämlich verschiedene Substanzen, vor allem Teein, die in der Lage sind, den Lymphfluss anzukurbeln. Das kann auch die Augenpartie frischer wirken lassen. Die Anwendung ist ganz einfach. Zunächst werden die Teebeutel mit kochendem Wasser übergossen. Ohne Ziehzeit werden sie direkt aus dem Wasser genommen. Jetzt müssen sie nur noch abkühlen. Danach landen sie für einige Minuten auf den geschlossenen Augen. So haben die wertvollen Inhaltsstoffe aus dem Tee genügend Zeit, auf der Haut zu wirken.

Wichtig ist dabei die Temperatur. Die Teebeutel sollten keinesfalls warm oder gar heiß auf die Augen gelegt werden. Kühl angewendet sind sie meist angenehmer. Wer sehr empfindliche Haut hat, sollte zunächst vorsichtig testen, ob die Methode gut vertragen wird. Bei Brennen, Rötungen oder tränenden Augen ist es besser, die Anwendung sofort abzubrechen.

Welche Ursachen hinter Augenringen stecken können

Augenringe sind nicht gleich Augenringe. Bei manchen Menschen schimmern Blutgefäße durch die sehr dünne Haut unter den Augen stärker hindurch. Andere haben eher bräunliche Schatten, die durch Pigmentverschiebungen, Sonneneinstrahlung oder Veranlagung entstehen können. Wieder andere leiden vor allem unter eingesunkenen Bereichen im Übergang zwischen Unterlid und Wange. Dann fällt das Licht ungünstig und es entstehen dunkle Schatten, obwohl die Haut selbst nicht verfärbt ist.

Auch Allergien sollten als Ursache nicht übersehen werden. Wer häufig unter Heuschnupfen, Hausstauballergie oder gereizten Augen leidet, reibt sich oft unbewusst die Augen. Das kann die empfindliche Region zusätzlich belasten. Trockene Heizungsluft, viel Bildschirmarbeit und zu wenig Schlaf verstärken den Effekt oft noch. Deshalb lohnt es sich, nicht nur die Hautpflege anzupassen, sondern auch die persönlichen Auslöser zu beobachten.

Mit zunehmendem Alter kann die Partie unter den Augen außerdem an Volumen verlieren. Die Haut wird dünner, das Unterhautfettgewebe nimmt ab und Schatten treten deutlicher hervor. In solchen Fällen helfen Cremes und Hausmittel oft nur begrenzt. Sie können die Haut gepflegter aussehen lassen, die eigentliche Struktur aber nicht grundlegend verändern. Das sollte bei der Erwartung an Pflegeprodukte berücksichtigt werden.

Was im Alltag zusätzlich helfen kann

Oft sind es kleine Gewohnheiten, die einen sichtbaren Unterschied machen. Viele Menschen profitieren davon, den Kopf nachts leicht erhöht zu lagern. Dadurch kann sich weniger Flüssigkeit im Gewebe unter den Augen stauen. Auch eine kurze Kühlung am Morgen, etwa mit einem sauberen kühlen Waschlappen oder gekühlten Gelpads, kann Schwellungen vorübergehend mindern. Das wirkt vor allem dann sinnvoll, wenn die Augen morgens besonders geschwollen erscheinen.

Wer viel Zeit am Bildschirm verbringt, sollte auf regelmäßige Pausen achten. Langes konzentriertes Sehen verringert die Lidschlagfrequenz, die Augen trocknen schneller aus und wirken gereizt. Das lässt die Augenpartie insgesamt müder aussehen. Hilfreich ist es, immer wieder bewusst zu blinzeln, in die Ferne zu schauen und für ein angenehmes Raumklima zu sorgen.

Auch Sonnenschutz spielt eine größere Rolle, als viele vermuten. UV-Strahlung kann Pigmentveränderungen begünstigen und die Hautalterung beschleunigen. Für die Augenpartie kommen daher spezielle, gut verträgliche Produkte infrage. Zusätzlich schützt eine Sonnenbrille nicht nur die Augen, sondern verhindert auch häufiges Zusammenkneifen, das die zarte Haut auf Dauer belastet.

Pflege: Weniger ist an den Augen oft mehr

Die Haut unter den Augen reagiert schnell auf Reizstoffe. Deshalb sollten neue Produkte am besten sparsam eingesetzt werden. Eine kleine Menge reicht in der Regel völlig aus. Die Creme wird nicht direkt auf den Lidrand, sondern mit etwas Abstand sanft eingeklopft. Reiben oder Ziehen sollte vermieden werden, weil dadurch Schwellungen und Reizungen eher zunehmen können.

Neben Hyaluronsäure kommen in Augenpflege häufig auch Koffein, Glycerin, Ceramide oder beruhigende Inhaltsstoffe wie Panthenol zum Einsatz. Koffein wird vor allem genutzt, um die Partie vorübergehend wacher wirken zu lassen. Ceramide und ähnliche Lipide können helfen, die Hautbarriere zu stärken. Nicht jedes Produkt passt jedoch zu jeder Haut. Gerade bei sensibler, zu Neurodermitis neigender oder allergischer Haut ist eine möglichst einfache Formulierung oft die bessere Wahl.

Von stark deckenden oder austrocknenden Produkten direkt auf trockener, feuchtigkeitsarmer Haut ist eher abzuraten. Sie können sich in feinen Linien absetzen und dadurch genau die Müdigkeit betonen, die eigentlich kaschiert werden soll. Besser ist es, die Haut zuerst gut zu pflegen und Make-up erst danach sparsam aufzutragen.

Wann Augenringe ärztlich abgeklärt werden sollten

In den meisten Fällen sind Augenringe harmlos. Wenn sie jedoch neu auftreten, sehr plötzlich stärker werden oder von weiteren Beschwerden begleitet sind, kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein. Das gilt zum Beispiel bei anhaltender Müdigkeit, auffälliger Blässe, Atemnot, Schwindel oder einer deutlich eingeschränkten Leistungsfähigkeit. Dann kommen unter anderem Eisenmangel, Schilddrüsenprobleme, Schlafstörungen oder andere gesundheitliche Ursachen infrage.

Auch bei einseitigen Veränderungen, starken Schwellungen, Schmerzen, Sehproblemen oder entzündeten Augen sollte nicht nur mit Hausmitteln experimentiert werden. Hier ist es wichtig, mögliche Erkrankungen rechtzeitig erkennen zu lassen. Wer dauerhaft unter sehr ausgeprägten Augenringen leidet und sich stark belastet fühlt, kann außerdem das Gespräch mit einer Hautärztin oder einem Hautarzt suchen. Dort lässt sich besser einschätzen, ob eher Pflege, Verhaltensänderungen oder gegebenenfalls weiterführende Maßnahmen sinnvoll sind.

Häufige Fehler im Umgang mit Augenringen

Ein häufiger Fehler ist es, die Augenpartie zu aggressiv zu behandeln. Peelings, alkoholhaltige Produkte oder häufiges Reiben verschlimmern das Problem oft. Ebenso wenig sinnvoll ist es, ständig neue Produkte gleichzeitig auszuprobieren. Wenn die Haut darauf gereizt reagiert, ist später kaum noch nachvollziehbar, welcher Stoff die Beschwerden ausgelöst hat.

Ein weiterer Irrtum ist die Annahme, dass mehr Wasser trinken automatisch alle Augenringe verschwinden lässt. Ausreichend zu trinken ist wichtig, aber Augenringe haben viele verschiedene Ursachen. Wer genetisch bedingt eine sehr dünne Haut unter den Augen hat, wird durch Trinkmenge allein keine vollständige Veränderung erreichen. Realistische Erwartungen sind deshalb hilfreich.

Außerdem werden Augenringe und Tränensäcke oft verwechselt. Dunkle Schatten entstehen nicht immer durch Flüssigkeitsansammlungen, und Schwellungen sind nicht automatisch dunkel verfärbt. Für eine passende Behandlung ist es aber sinnvoll, möglichst genau hinzusehen: Geht es vor allem um Farbe, um Schwellung, um Trockenheit oder um eingesunkene Schatten?

FAQ: Kurze Antworten auf häufige Fragen

Hilft Schlaf wirklich gegen Augenringe?
Bei vorübergehenden Augenringen durch Müdigkeit oft ja. Wenn Veranlagung, Pigmentierung oder Volumenverlust die Hauptursache sind, verbessert Schlaf das Erscheinungsbild meist nur teilweise.

Sind Hausmittel immer unbedenklich?
Nein. Gerade die Augenpartie ist empfindlich. Alles, was brennt, reizt oder nicht ausdrücklich für die Haut geeignet ist, sollte dort nicht angewendet werden.

Kann Kühlen helfen?
Ja, vor allem bei morgendlichen Schwellungen. Gegen genetisch bedingte dunkle Schatten ist die Wirkung aber meist nur begrenzt und vorübergehend.

Ist Concealer eine schlechte Lösung?
Nein. Wer Augenringe einfach kaschieren möchte, kann mit einem passenden Concealer gute Ergebnisse erzielen. Pflege und Kaschieren schließen sich nicht aus.

Verschwinden Augenringe mit dem Alter wieder?
Eher nicht. Häufig werden sie mit zunehmendem Alter sichtbarer, weil die Haut dünner wird und Volumen verloren geht.

Fazit

Gegen Augenringe gibt es nicht die eine Lösung, die bei allen Menschen gleichermaßen funktioniert. Hilfreich sind vor allem eine realistische Einschätzung der Ursache, eine schonende Pflege und ein Blick auf den eigenen Lebensstil. Hyaluronsäure kann bei feuchtigkeitsarmer Haut sinnvoll sein, gekühlte Teebeutel oder kühle Kompressen können die Augenpartie kurzfristig frischer wirken lassen, und ausreichend Schlaf, Flüssigkeit sowie ein insgesamt gesunder Alltag bleiben eine wichtige Grundlage. Wenn Augenringe plötzlich neu auftreten oder von anderen Beschwerden begleitet werden, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

21 + = 28