Brustvergrößerung: Gründe, Risiken und Kosten

Brustvergrößerungen fallen unter die plastisch-rekonstruktive Chirurgie und die Gynäkologie. Während diese oftmals aus ästhetischen Gründen vorgenommen werden, kommen sie ebenfalls für entstellende Fehlbildungen an der weiblichen Brust zum Einsatz. Besonderes Interesse findet dieser Eingriff bei Frauen unter 30 Jahren.

Was ist eine Brustvergrößerung?

Eine Brustvergrößerung ist ein chirurgischer Eingriff, durch den das Volumen der Brust vergrößert wird. Gleichzeitig lässt sich so auch ihre Form verändern. In der Fachsprache wird dieser Eingriff auch als Mammaaugmentation bezeichnet. Dabei wird ein Implantat aus Silikon zwischen das Brustgewebe und den Brustmuskel eingesetzt. Eine aktuelle Methode ist es außerdem, das Implantat zwischen Muskel und Muskel Faszie zu platzieren. Diese Variante scheint verträglicher zu sein und weniger Risiken zu bergen. Weiterhin ist es möglich, wenn auch kontrovers diskutiert, das eigene Körperfett für die Vergrößerung der Brust zu verwenden. Für diese Möglichkeit liegen jedoch noch keine Langzeituntersuchungen vor.

Warum lassen Frauen eine Brustvergrößerung durchführen?

Brustvergrößerungen gehören zu den Top 3 der Schönheitsoperationen. Und das seit mehr als 50 Jahren. Es gibt unterschiedliche Beweggründe dafür, eine Brustvergrößerung durchführen zu lassen.

  1. Ein stärkeres Selbstbewusstsein

Mit einem straffen und schön geformten Körper fühlen sich Frauen besonders attraktiv und weiblich. Das bedeutet einen Schub für das Selbstbewusstsein. Manche Frauen, die von Natur aus kleinere Brüste haben, leiden darunter und schämen sich für ihren Körper. Im schlimmsten Fall können daraus psychische Probleme entstehen. Auch die Partnersuche und das Sexualleben können unter diesem negativen Selbstbild leiden. In diesem Fall dient die Brustvergrößerung dazu, den Frauen ein besseres Körperempfinden zu verleihen und ihre Lebensqualität zu verbessern.

  1. Eine schöne Brustform nach einer körperlichen Veränderung

Körperliche Veränderungen haben unterschiedliche Ursachen. Beispielsweise können sie durch hormonelle Schwankungen, Erkrankungen oder Schwangerschaften auftreten. Doch auch eine Diät kann dazu führen. In solchen Fällen ist es möglich, dass überschüssiges Gewebe zurückbleibt, dass sich nicht mehr zurückbilden kann. Mit gezielten Übungen, Sport oder der Ernährung lässt sich nicht ausreichend Einfluss auf die Form der Brust nehmen. Möchte man sich hier nicht auf BHs verlassen, scheint eine Brustvergrößerung die beste Option zu sein. Kombiniert mit einer Bruststraffung, lassen sich mit einer Brustvergrößerung wieder schön geformte Brüste definieren.

  1. Fehlbildungen beseitigen

Um Fehlbildungen auszugleichen, können Implantate in die Brust eingesetzt werden. Das wäre der Fall, wenn eine Brust deutlich kleiner ist. Auch in dem Fall, dass eine Brust amputiert werden musste, kann so erneut ein Gleichgewicht hergestellt werden.

Wann ist eine Brustvergrößerung sinnvoll?

Eine Brustvergrößerung ist unter anderem dann sinnvoll, wenn eine Frau über unzureichend entwickelte Brüste verfügt und sich deshalb unwohl in ihrem Körper fühlt. Auch dann, wenn es durch das Stillen oder einen erheblichen Gewichtsverlust zu einer Verkleinerung der Brustdrüsen gekommen ist, ist sie sinnvoll.

Bei einer entstellenden Fehlbildung oder bei einer Brustrekonstruktion nach einer Amputation ist es sinnvoll, sich diesem Verfahren zu unterziehen. Dadurch wird die Lebensqualität wieder erhöht. In solchen Fällen handelt es sich um medizinisch indizierte Eingriffe, die im Sinne des Sozialgesetzbuches festgelegt sind.

Was sind die Risiken bei einer Brustvergrößerung?

Eine Brustvergrößerung ist ein medizinischer Eingriff, der mit den entsprechenden Risiken verbunden ist. Diese können zum einen während der Brustvergrößerung auftreten, zum anderen im Anschluss.

Was kann schief laufen?

  1. Risiken während des Eingriffs

Während des Eingriffs kann es zu Komplikationen kommen, wobei diese meist in der Vollnarkose begründet sich. Auch eine Verletzung des Brustgewebes fällt unter die Risiken während des Eingriffs. Die möglichen Komplikationen sind dabei oftmals abhängig von der Operationsmethode. Hier kann es zu einer Verletzung der Milchgänge kommen, beim Einsetzen des Implantats an der Brustwarze. Auch kann es zu einer Beeinträchtigung der Empfindungsfähigkeit kommen.

  1. Risiken nach dem Eingriff

Nebenwirkungen sind, wenn überhaupt, meist im Anschluss an die Operation zu erwarten, selten während des Eingriffs. Hier kann es zu Nachblutungen und Wundheilstörungen kommen, wodurch Infektionen entstehen können. Um diese zu vermeiden, gilt es, die Termine zur Nachkontrolle verantwortungsbewusst wahrzunehmen. Bei neueren Implantaten ist es unwahrscheinlich, dass diese bei starker Beanspruchung beschädigt werden und auslaufen. Ein Verrutschen des Kissens ist möglich. Dieses Problem kann jedoch behoben werden.

Wie sieht der typische Ablauf aus?

Der typische Ablauf einer Brustvergrößerung unterscheidet sich je nach Patient. Vor Planung einer Brustvergrößerung findet ein Beratungsgespräch statt. Bei diesem werden die Wünsche und Vorstellungen besprochen. Das Beratungsgespräch ist unverbindlich. Falls die eigenen Wünsche nicht möglich sind, kann der behandelnde Chirurg adäquate Alternativen vorschlagen. Nach dem Beratungsgespräch wird eine individuelle Kostenübersicht erstellt. Im Anschluss findet eine Vorsorgeuntersuchung statt. Diese ist notwendig, um einen einwandfreien gesundheitlichen Zustand zu garantieren. Im Anschluss wird ein Termin für die Brustvergrößerung festgelegt. Die eigentliche Operation dauert dabei meist zwischen 50 und 90 Minuten. Dabei spielen der Umfang sowie die gewählte Methode eine Rolle. Die ersten sechs Wochen nach der Operation müssen Kompressions-BHs getragen werden. Das Duschen hingegen ist nach 1 bis 2 Tagen bereits möglich. Für mindestens zwei Wochen sollte auf sportliche Betätigung verzichtet werden.

Wie hoch sind die Kosten?

Die Kosten einer Brustvergrößerung mit Implantaten liegen in Deutschland zwischen 4.500 und 8.000 Euro. Werden hingegen B-Lite Implantate verwendet, belaufen sich die Kosten auf rund 10.000 Euro. Die Preise sind dabei abhängig von der gewählten Klinik, dem Standort und der jeweiligen Spezialisierung des Arztes. In manchen Fällen erstattet die Krankenkasse diese Kosten, vorausgesetzt eine medizinische Notwendigkeit kann belegt werden.

Im Ausland sind die Kosten deutlich niedriger. So betragen die Kosten in Tschechien beispielsweise zwischen 1.800 Euro und 3.900 Euro, falls die teuersten Implantate verwendet werden. In der Türkei hingegen kann mit Kosten von 3.500 Euro gerechnet werden. Auch in Polen und Ungarn sind die Kosten deutlich niedriger. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass Nachbehandlungen nicht in den Kosten enthalten sind, sollte es zu anderen Komplikationen als Infekten, Nachblutungen oder Wundheilstörungen kommen.

Wir raten, wenn dann regional zu bleiben und sich bei Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie zum Beispiel bei Brustvergrößerung Tübingen beraten zu lassen.

Fazit

Eine Brustvergrößerung kann einen Gewinn an Lebensqualität darstellen. Diese ist sowohl bei starken körperlichen Veränderungen als auch Fehlentwicklungen besonders sinnvoll. Da es sich hierbei um einen medizinischen Eingriff handelt, sollte die Wahl des Arztes nicht ausschließlich am Preis festgemacht werden sondern an seiner Ausbildung, der Erfahrung und nicht zuletzt auch ob Sie sich dort gut aufgehoben fühlen.

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