Trockene Haut – Krusten und schuppige Stellen

Wer trockene Haut hat kauft oft pflegende Mittel wie Salben, Cremes und Haut Öle. Damit kann man die Haut an den trockenen Stellen ganz gut behandeln und pflegen.

Wenn die Haut aber chronisch trocken ist dann sollte man versuchen der Ursache auf den Grund zu gehen. Die Haut ist das größte Organ der Menschen, extrem wichtig für unsere Atmung und oft Ausdruck und Spiegel unseres Innenlebens.

Unsere Haut als Spiegel der Seele

Oft ist die Haut und sichtbare Veränderungen an der Oberfläche ein erstes Anzeichen für andere Erkrankungen die man haben kann. Viele Menschen leiden an chronischen Hautproblemen und der Ansatz für diese Behandlungen liegt oft im ganzheitlichen Blick des Behandlers.

Neben der Ernährung spielen auch Stress und Probleme in der Vita eine große Rolle bei der Suche nach Ursachen von Erkrankungen der Haut. Die Schuppenflechte ist ein typisches Beispiel und leider eine Volkskrankheit die man zwar behandeln kann, aber der eigentlich Grund warum Menschen an Psoriasis leiden ist noch nicht eindeutig geklärt.

Erwiesen ist jedenfalls, dass Schübe in denen die Schuppenflechte der Haut oft verläuft auch immer wieder stressbedingt sind. Das bedeutet es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem inneren Befinden und dem Hautbild und Verschlechterungen der Hauterkrankungen.

Körperstellen mit ersten Anzeichen von trockener Haut

Es gibt einige Stellen am Körper die bei vielen Menschen trocken und schuppig sind. Dazu gehören zuerst die Ellenbogen und die Knie.

Bei Menschen die krankheitsbedingt viel sitzen und liegen kann auch der Bereich um das Steißbein betroffen sein. Gerade bei älteren Menschen führt das oft zu weiteren Problemen mit Aufliegen und offenen Hautstellen und muss professionell behandelt werden.

Trockene Haut an den Knien kommt auch häufig bei Menschen vor die einer knienden Tätigkeit nachgehen. Fliesenleger und Dachdecker sind nur zwei Berufsbeispiele wo Menschen im Arbeitsalltag bis zu 60% auf den Knien am Arbeiten sind.

Hautkrankheit oder normale Abschuppung der Haut?

Ab wann trockene Haut krankhaft wird hängt auch von der Stärke der Beschwerden ab. Es ist normal wenn man gelegentlich trockene Hautstellen an den Ellenbogen, Knien oder auch anderen Stellen beobachtet. Das kann an einem Shampoo oder Duschgel liegen was man nicht verträgt aber auch Umwelteinflüsse spielen eine Rolle.

Das nach einem Sonnenbad und Baden in der See mit Salzwasser die Haut austrocknet und zusätzliche Hautpflege nötig ist fällt in den ganz normalen Bereich und ist nicht krankhaft.

Wer aber ständig extrem trockene Haut bemerkt und einen Leidensdruck verspürt weil auch mit Eincremen und Pflege der Haut keine Besserung eintritt, der muss den Ursachen auf den Grund gehen.

Am besten hilft ein Dermatologe der sich als Facharzt für Hautkrankheiten mit vielen Krankheitsbildern auskennt. Da es neben der Schuppenflechte auch viele andere Hautkrankheiten gibt die unbehandelt chronisch werden können sollte man sich um eine Abklärung kümmern.

Wenn die Haut plötzlich stark juckt und sich Hautkrusten, Pusteln und starke Knötchen bilden kann auch eine Infektionskrankheit dahinter stecken.

Häufige Ursachen für trockene und schuppige Haut

Trockene Haut entsteht nicht nur durch fehlendes Eincremen. Häufig ist die natürliche Hautbarriere gestört. Diese Barriere besteht vereinfacht gesagt aus Hornzellen, hauteigenen Fetten und Feuchthaltefaktoren. Wenn hier etwas aus dem Gleichgewicht gerät, verdunstet mehr Wasser über die Hautoberfläche. Die Folge sind Spannungsgefühl, raue Stellen, feine Risse und manchmal auch Krusten.

Zu den typischen Auslösern gehören kalte Luft im Winter, trockene Heizungsluft, häufiges Waschen mit sehr heißem Wasser, aggressive Reinigungsprodukte und mechanische Reizung. Auch häufiges Desinfizieren der Hände kann die Haut austrocknen. Daneben spielen Alter, genetische Veranlagung und bestimmte Erkrankungen eine Rolle. Gerade im höheren Lebensalter produziert die Haut oft weniger Talg und regeneriert sich langsamer.

Wichtig ist auch der Unterschied zwischen vorübergehend trockener Haut und einer behandlungsbedürftigen Hauterkrankung. Nicht jede Schuppung ist automatisch Neurodermitis oder Psoriasis. Umgekehrt sollte eine dauerhaft auffällige Haut auch nicht nur als kosmetisches Problem abgetan werden. Wenn Beschwerden wiederkehren, sich ausbreiten oder mit Juckreiz, Schmerzen oder Entzündungen verbunden sind, ist eine medizinische Einschätzung sinnvoll.

Wann hinter trockener Haut mehr stecken kann

Hinter ausgeprägter Trockenheit können unterschiedliche Hautkrankheiten stehen. Dazu zählen zum Beispiel Neurodermitis, Psoriasis, Kontaktekzeme, Pilzinfektionen oder auch Reaktionen auf Medikamente. Bei Neurodermitis ist die Hautbarriere oft von Natur aus anfälliger. Typisch sind trockene, juckende Areale, die sich in Schüben verschlechtern können. Bei der Psoriasis zeigen sich eher scharf begrenzte, gerötete und schuppende Plaques, häufig an Ellenbogen, Knien oder der Kopfhaut.

Auch innere Erkrankungen können das Hautbild beeinflussen. Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes mellitus, Nierenerkrankungen und Mangelzustände werden in der Praxis ebenfalls als mögliche Mitursachen betrachtet. Das bedeutet nicht, dass hinter jeder trockenen Haut sofort eine schwerwiegende Diagnose steht. Es zeigt aber, warum eine länger anhaltende Problematik nicht nur oberflächlich behandelt werden sollte.

Besondere Aufmerksamkeit ist nötig, wenn zusätzlich kleine Einrisse entstehen. Solche Risse können schmerzhaft sein und eine Eintrittspforte für Keime darstellen. Wenn trockene Haut nässt, stark gerötet ist, unangenehm riecht oder sich gelbliche Krusten bilden, sollte ärztlich abgeklärt werden, ob eine Entzündung oder bakterielle Superinfektion vorliegt.

Typische Problemzonen im Alltag

Neben Ellenbogen und Knien sind häufig auch Hände, Unterschenkel, Schienbeine, Lippen und die Kopfhaut betroffen. Die Hände leiden besonders unter Wasser, Seife, Reinigungsmitteln, Kälte und Handschuhen, unter denen sich Feuchtigkeit stauen kann. An den Unterschenkeln fällt trockene Haut oft im Winter auf, wenn die Haut schuppt und juckt. Bei manchen Menschen kommt zusätzlich eine sogenannte Exsikkation der Haut hinzu, also eine ausgeprägte Austrocknung.

Im Gesicht wird Trockenheit oft als Schuppung rund um Nase, Mund oder Stirn sichtbar. Dort reagieren viele Betroffene besonders sensibel, weil Spannungsgefühl und Rötungen schnell auffallen. Bei Säuglingen und kleinen Kindern können ebenfalls trockene Stellen auftreten, die aber immer altersgerecht beurteilt werden sollten. Hier ist die Haut noch empfindlicher als bei Erwachsenen.

Was die Hautbarriere stärkt

Eine sinnvolle Basispflege muss nicht kompliziert sein. Entscheidend ist meist die Regelmäßigkeit. Pflegeprodukte für trockene Haut enthalten häufig rückfettende und feuchtigkeitsbindende Bestandteile wie Glycerin, Urea, Ceramide oder Panthenol. Urea kann die Feuchtigkeit in der Haut verbessern, brennt aber auf entzündeter oder eingerissener Haut manchmal. Deshalb ist es sinnvoll, Produkte an die individuelle Verträglichkeit anzupassen.

Beim Duschen hilft es oft schon, die Wassertemperatur zu senken und die Duschdauer kurz zu halten. Danach sollte die Haut nicht trocken gerubbelt, sondern sanft abgetupft werden. Eine Creme oder Lotion wird am besten direkt nach dem Duschen auf die noch leicht feuchte Haut aufgetragen. So lässt sich mehr Feuchtigkeit in der Haut halten.

Auch Kleidung spielt eine Rolle. Weiche, atmungsaktive Stoffe werden von vielen Betroffenen besser vertragen als kratzige Materialien. Bei stark trockener Haut an den Händen kann es hilfreich sein, beim Putzen oder Spülen Handschuhe zu tragen und anschließend eine parfümfreie Handpflege zu verwenden.

Was man eher vermeiden sollte

Nicht jede gut gemeinte Maßnahme ist sinnvoll. Stark parfümierte Produkte, häufig wechselnde Cremes oder Peelings können die Haut zusätzlich reizen. Besonders bei entzündeter oder rissiger Haut sind mechanische Peelings oft kontraproduktiv. Auch Alkohol in Reinigungsprodukten kann die Haut austrocknen, wobei dies vom Produkt und der Anwendungshäufigkeit abhängt.

Vorsicht ist außerdem bei Hausmitteln geboten. Öle, Quark, Zitronensaft oder andere Küchenmittel werden häufig empfohlen, sind aber nicht automatisch hautfreundlich. Manche Stoffe können Kontaktreizungen auslösen oder die Hautbarriere eher belasten. Wer eine sehr empfindliche Haut hat, sollte Neues grundsätzlich zunächst an einer kleinen Stelle testen oder fachlichen Rat einholen.

Der Einfluss von Jahreszeit, Beruf und Pflegegewohnheiten

Viele Menschen bemerken im Winter eine deutliche Verschlechterung. Kalte Außenluft und trockene Innenluft führen dazu, dass die Haut mehr Feuchtigkeit verliert. Im Sommer können dagegen UV-Strahlung, Chlorwasser und häufiges Duschen die Haut belasten. Auch berufliche Faktoren sind wichtig. Beschäftigte im Gesundheitswesen, in Reinigungsberufen, im Handwerk oder in der Gastronomie waschen oder desinfizieren ihre Hände oft besonders häufig.

Wer im Beruf mit Staub, Chemikalien oder Feuchtigkeit arbeitet, sollte Hautschutzpläne beachten. In vielen Betrieben gibt es dafür konkrete Empfehlungen. Diese reichen von hautschonenden Reinigern bis zu Schutzcremes vor der Arbeit und Pflegecremes nach der Arbeit. Bei Verdacht auf ein beruflich bedingtes Handekzem kann auch der Betriebsarzt ein wichtiger Ansprechpartner sein.

Praktische Hinweise für den Alltag

  • Kurze, lauwarme Duschen sind für trockene Haut oft günstiger als lange heiße Bäder.
  • Milde, möglichst parfümfreie Reinigungsprodukte werden häufig besser vertragen.
  • Pflege direkt nach dem Waschen oder Duschen auftragen.
  • Bei stark trockenen Händen über Nacht eine reichhaltige Creme verwenden.
  • Ausreichend trinken ist allgemein sinnvoll, ersetzt aber keine gezielte Hautpflege.
  • Raumluft im Winter nicht unnötig überheizen.
  • Bei juckender Haut lieber kühlen als kratzen.

Wann ein Arztbesuch sinnvoll ist

Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn trockene Haut über Wochen bestehen bleibt, sich ausbreitet oder trotz Pflege nicht besser wird. Das gilt auch bei starkem Juckreiz, Schmerzen, Blutungen, nässenden Stellen, auffälligen Krusten oder wiederkehrenden Entzündungen. Bei Kindern, älteren pflegebedürftigen Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sollte man eher früher als später eine Abklärung veranlassen.

In der Praxis wird meist nicht nur die Haut angeschaut, sondern auch nach Pflegegewohnheiten, Beruf, Medikamenten, Allergien und Begleiterkrankungen gefragt. Manchmal reicht eine Anpassung der Pflege. In anderen Fällen können spezielle Cremes, entzündungshemmende Mittel oder weitere Untersuchungen nötig sein. Eine Selbstdiagnose nur anhand von Fotos im Internet ist oft unzuverlässig.

Häufige Fragen

Ist trockene Haut ansteckend?

Normale trockene Haut ist nicht ansteckend. Wenn aber Krusten, Pusteln oder starker Juckreiz dazukommen, können auch infektiöse Ursachen möglich sein. Dann ist eine ärztliche Abklärung wichtig.

Hilft viel Eincremen immer?

Regelmäßige Pflege hilft oft, aber nicht jede Creme passt zu jedem Hautzustand. Bei einer entzündlichen Hautkrankheit oder bei Kontaktallergien reicht Eincremen allein häufig nicht aus.

Kann Ernährung eine Rolle spielen?

Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die allgemeine Gesundheit und kann indirekt auch der Haut zugutekommen. Bei einzelnen Menschen spielen Unverträglichkeiten oder Mangelzustände eine Rolle. Einfache Pauschalregeln gibt es hier aber nicht.

Sind Krusten bei trockener Haut normal?

Leichte Schuppung ist häufig. Deutliche Krusten, Nässen, Schmerzen oder Entzündungen sind dagegen eher Warnzeichen und sollten untersucht werden.

Fazit

Trockene Haut ist sehr verbreitet und oft harmlos. Sie kann aber auch Hinweis auf eine gestörte Hautbarriere, eine Hautkrankheit oder andere gesundheitliche Belastungen sein. Wer die Ursachen kennt, kann Pflege, Alltag und mögliche Auslöser gezielter anpassen. Entscheidend ist, länger bestehende oder sich verschlechternde Beschwerden nicht zu ignorieren. Gerade wenn Krusten, Entzündungen oder starker Juckreiz dazukommen, ist fachlicher Rat sinnvoll.

Weiterführende Links

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

+ 77 = 78