Ist Dampfen weniger schädlicher als Rauchen?

Wien, St.Pölten, Salzburg, Hamburg, Berlin, Dortmund, München in nahezu allen Städten erfreut sich das Dampfen von E-Zigaretten immer größerer Beliebtheit. Im Freundeskreis und auch beim shopping in der Stadt trifft man immer mehr Dampfer.

E-Zigaretten werden teilweise von den Medien als große Gefahr für Körper und Geist dargetellt, während das Rauchen von Tabak Zigaretten normalisiert ist und oft eher geduldet wird als das Dampfen.

Doch warum wird das Dampfen von E- Zigaretten dann so oft als Alternative zur Tabak Zigarette genutzt? Ist es tatsächlich wahr das die E-Zigarette trotz Nikotin im E-Liquid eine deutlich weniger schädliche Alternative zur Tabakzigarette ist?

Im folgenden wollen wir uns die Inhaltsstoffe und Funktionen von Tabakzigaretten und E-Zigaretten einmal genauer anschauen.

Die Tabakzigarette- tödliches Gift

In einer herkömmlichen Tabakzigarette stecken neben Nikotin bis 2000 Schadstoffe und Chemikalien. Besonders bekannt unter ihnen sind Teer, Nitrosamine und Schwermetalle wie Quecksilber und Blei. Um eine Tabak Zigarette rauchen zu können, muss sie angezündet werden. DIe schädlichen Stoffe werden beim Inhalieren nicht nur in die Blutbahnen des Rauchers verteilt, sondern werden durch den sogenannten Nebenstromrauch auch an Passivraucher abgegeben.

Die Gefährlichkeit der Tabakzigarette liegt also nicht nur beim Raucher selbst, sondern birgt sämtliche gesundheitliche Risiken für sein Umfeld.

Nikotin ist entgegen aller Gerüchten eben nicht der Hauptgrund für die krebserregende Wirkung einer Zigarette. Die Verbrennung von Tabak und die dabei entstehenden Schadstoffe sind die wesentlichen Gründe, warum Raucher krank werden und eher sterben.

Die E-Zigarette- eine gesunde Alternative?

Anders als die Tabakzigarette bestehen die Inhaltsstoffe die das E-Liquid welche mit Hilfe einer E-Zigarette verdampft wird aus wenigen grundsätzlichen Bestandteilen. Zudem ist die Funktionsweise einer E-Zigarette vollkommen anders.

Das E-Liquid wird in etwa nicht verbrannt, sondern verdampft. Durch das Erhitzen einer in der E-Zigarette enthaltenen Drahtwendel verdampft das Liquid und verbleibt mit seinen Inhaltsstoffen fast ausschließlich im Körper des Dampfers selbst. Im Vergleich zum Zigarettenrauch entstehen dabei in der Regel deutlich weniger Schadstoffe; ausgeatmeter Dampf kann zwar Stoffe an die Raumluft abgeben, wird aber meist wesentlich geringer belastend bewertet als Tabakrauch.

Die Grundbausteine aus denen ein E-Liquid besteht sind einfach erklärt: Propylenglykol (PG), pflanzliches Glycerin (VG), Aromastoffe auf Lebensmittelbasis und je nach Belieben Nikotin.

PG, VG und auch Aromastoffe sind Stoffe die wir bereits mehrfach in alltäglichen Gebrauch haben. Sei es in Zahnpasta, Kosmetika, Kaugummis oder der Nebelmaschine in der Disco, wir sind nahezu täglich damit konfrontiert.

Wie bereits geklärt ist Nikotin zwar ein Süchtigmacher, aber nicht für andere Krankheiten verantwortlich. Allerdings ist Nikotin kein harmloser Stoff: Es macht abhängig und ist für Kinder, Schwangere sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen problematisch. Für erwachsene Raucher gilt jedoch: Das Hauptrisiko des Rauchens entsteht durch den Tabakrauch und nicht durch das Nikotin allein.

Die meisten Raucher die erfolgreich auf das Dampfen einer E-Zigarette umgestiegen sind, reduzieren ohnehin nach einiger Zeit den Nikotingehalt des E-Liquids. Viele davon dampfen nach einer gewissen Zeit sogar nikotinfreies E-Liquid welche man bei E-Zigarette St.Pölten günstig kaufen kann.

Die E-Zigarette ist deutlich weniger schädlich als die Tabakzigarette

Klar ist nun, dass die Inhaltsstoffe und die Funktionsweise der E-Zigarette wesentlich weniger schädlich als die der Tabakzigarette erscheint. Doch gibt es Studien und Forschungen die das beweisen?

Immer wieder hört man den Satz die E-Zigarette ist eine bis zu 95% weniger schädliche Alternative zur Tabakzigarette. Die Zahl ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern geht auf Bewertungen der britischen Gesundheitsbehörden zurück. Gleichzeitig sollte diese Zahl heute vorsichtig eingeordnet werden: Sie ist keine exakte Messgröße für jede einzelne E-Zigarette und jedes Nutzungsverhalten, sondern eine frühe Schätzung zur relativen Risikominderung im Vergleich zum Rauchen.

Bereits im Jahre 2015 wurde in Großbritannien ein viel beachteter Bericht veröffentlicht, der zahlreiche Studien vergleicht und zu dem Schluss kam, dass die Schädlichkeit von E- Zigaretten im Vergleich zur Tabakzigarette deutlich geringer eingeschätzt wird. In späteren Aktualisierungen wurde die Kernbotschaft beibehalten, aber teils weniger stark auf eine einzelne Prozentzahl fokussiert.

Nach heutigem Stand gilt daher vor allem: Wer vollständig von der Tabakzigarette auf die E-Zigarette umsteigt, reduziert seine Schadstoffbelastung in der Regel erheblich. Das bedeutet aber nicht, dass Dampfen gesund oder risikofrei ist. Für Nichtraucher ist der Einstieg in die E-Zigarette nicht sinnvoll, für Raucher kann der vollständige Umstieg jedoch eine Form der Schadensminimierung sein.

Für Raucher selbst und auch für die Bevölkerung im Allgemeinen ist diese Einordnung sehr wertvoll. Zu wissen das die E-Zigarette im Vergleich zum Rauchen erheblich weniger schädlich sein kann und damit trotzdem weiter Nikotin konsumiert werden kann, lässt Raucher immer öfter umsteigen. Nicht von ungefähr erfreuen sich Fachgeschäfte rund um die E-Zigarette immer größerer Beliebtheit. Auch der Markt an Gerätschaften und E-Liquids wird immer größer. Das auch langjährige Kettenraucher den Umstieg auf die weniger schädliche Alternative schaffen können, ist auch schon lange kein Geheimnis mehr.

Doch nicht nur Raucher selbst profitieren von der Möglichkeit der Schadensminimierung. Auch das Umfeld, die Wohnung und das Auto, sowie Kinder und Haustiere werden der Gefahren des stinkenden Glimmstängels nicht mehr ausgesetzt.

Warum der Unterschied zwischen Rauchen und Dampfen so groß ist

Der zentrale Unterschied liegt in der Verbrennung. Beim Rauchen wird Tabak verbrannt. Dabei entstehen Tausende Stoffe, darunter Kohlenmonoxid, Teerbestandteile und viele weitere Substanzen, die Lunge, Herz-Kreislauf-System und Gefäße belasten. Beim Dampfen wird kein Tabak verbrannt. Stattdessen wird eine Flüssigkeit erhitzt und als Aerosol inhaliert. Genau dieser Unterschied ist der Hauptgrund dafür, dass die Belastung beim Dampfen nach heutigem Wissensstand deutlich unter der des Rauchens liegt.

Wichtig ist dabei aber auch: Weniger schädlich bedeutet nicht automatisch unbedenklich. Auch im Aerosol von E-Zigaretten können je nach Gerät, Liquid, Leistung und Nutzungsverhalten Stoffe entstehen, die die Atemwege reizen. Vor allem bei sehr hoher Leistung, ungeeigneten Liquids oder unsachgemäßer Nutzung kann die Belastung zunehmen. Deshalb ist eine sachliche Betrachtung sinnvoller als pauschale Verharmlosung oder pauschale Verteufelung.

Was Studien heute recht klar zeigen

Mehrere Behörden und Fachgesellschaften unterscheiden inzwischen deutlich zwischen Rauchen und Dampfen. Über viele Studien hinweg zeigt sich ein recht einheitliches Bild: Menschen, die vollständig von Tabakzigaretten auf E-Zigaretten umsteigen, sind meist deutlich geringeren Mengen typischer Rauch-Schadstoffe ausgesetzt. Das betrifft zum Beispiel Verbrennungsprodukte und verschiedene krebserregende Stoffe, die beim klassischen Rauchen in viel höherem Umfang vorkommen.

Außerdem berichten viele Umsteiger darüber, dass Geruchssinn und Geschmackssinn zurückkehren, Husten nachlässt und die körperliche Belastbarkeit zunimmt. Solche Erfahrungen ersetzen keine Langzeitstudien, passen aber zu dem biologisch plausiblen Befund, dass der Wegfall der Tabakverbrennung eine erhebliche Entlastung bedeuten kann.

Nicht geklärt ist damit jede Detailfrage. Langzeitdaten über mehrere Jahrzehnte sind naturgemäß begrenzt, weil E-Zigaretten noch nicht so lange verbreitet sind wie Tabakzigaretten. Dennoch ist die vorhandene Datenlage inzwischen groß genug, um den Unterschied zum Rauchen ernst zu nehmen. Die Frage lautet also nicht, ob Dampfen vollkommen harmlos ist, sondern ob es für bestehende Raucher das geringere Risiko darstellt. Genau diese Frage beantworten viele Untersuchungen mit einem klaren Ja.

Wo Risiken beim Dampfen tatsächlich liegen

Seriöse Aufklärung sollte auch die Risiken benennen. E-Zigaretten sind für Jugendliche und Nichtraucher keine gute Idee. Nikotin kann abhängig machen, und wer zuvor gar keine Nikotinprodukte genutzt hat, sollte nicht mit dem Dampfen anfangen. Für Schwangere gilt ebenfalls besondere Vorsicht, da Nikotin die Entwicklung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen kann.

Ein weiterer Punkt ist die Produktqualität. Liquids sollten aus nachvollziehbaren Quellen stammen und nicht in Eigenmischung mit ungeeigneten Stoffen verändert werden. Öle, fragwürdige Zusätze oder nicht zum Inhalieren gedachte Stoffe haben in E-Liquids nichts verloren. Auch Geräte sollten korrekt verwendet werden. Verbrannte Coils, völlig überhöhte Leistungen oder unsachgemäß gelagerte Akkus sind vermeidbare Risiken.

Man sollte außerdem den Fehler vermeiden, gleichzeitig dauerhaft weiter zu rauchen und nur gelegentlich zu dampfen. Ein sogenannter Doppelkonsum kann zwar für manche Raucher ein Übergangsschritt sein, er bringt aber nicht denselben gesundheitlichen Vorteil wie ein vollständiger Umstieg. Der größte Effekt entsteht erst dann, wenn die Tabakzigarette konsequent wegfällt.

Passivdampf im Vergleich zu Passivrauch

Ein häufiger Streitpunkt ist die Frage nach den Auswirkungen auf das Umfeld. Bei Tabakrauch ist die Lage eindeutig: Passivrauchen ist gesundheitsschädlich. Bei E-Zigaretten ist die Situation anders. Der ausgeatmete Dampf enthält zwar ebenfalls Stoffe, aber typischerweise in wesentlich geringeren Mengen als Zigarettenrauch. Zudem fehlt der Nebenstromrauch einer glimmenden Zigarette, der bei Tabak einen großen Teil der Belastung für andere Personen ausmacht.

Das heißt nicht, dass man überall bedenkenlos dampfen sollte. Rücksicht auf Kinder, empfindliche Personen und geschlossene Räume bleibt sinnvoll. In Haushalten, Autos und Innenräumen ist es vernünftig, klare Regeln zu haben. Dennoch ist es sachlich richtig, zwischen den erheblichen Risiken des Passivrauchens und der meist deutlich geringeren Belastung durch Passivdampf zu unterscheiden.

Praktische Hinweise für Raucher, die umsteigen wollen

Wer vom Rauchen auf das Dampfen umsteigen möchte, profitiert oft von einem einfachen statt überkomplizierten Einstieg. Wichtig ist zunächst ein Gerät, das zuverlässig funktioniert und im Alltag nicht ständig Probleme macht. Dazu kommt ein Liquid mit passender Nikotinstärke. Viele Rückfälle entstehen nicht deshalb, weil Dampfen grundsätzlich nicht hilft, sondern weil die Nikotinstärke zu niedrig gewählt wurde oder das Gerät unpraktisch ist.

Gerade starke Raucher unterschätzen anfangs häufig ihren Nikotinbedarf. Wenn die E-Zigarette das Verlangen nicht ausreichend abfedert, greift man schneller wieder zur Tabakzigarette. Besser ist es, zunächst einen funktionierenden Ersatz für das Rauchen zu schaffen und erst später über eine schrittweise Reduktion nachzudenken. Der vollständige Wechsel ist in der Regel wichtiger als ein besonders schneller Weg zu null Nikotin.

Hilfreich ist auch, typische Rauchsituationen bewusst neu zu gestalten: Kaffee, Autofahrten, Pausen oder Telefonate sind für viele Raucher fest mit der Zigarette verbunden. Wer in diesen Situationen konsequent zur E-Zigarette greift, erhöht die Chance, dass der Umstieg stabil bleibt. Manche Menschen steigen abrupt um, andere benötigen einige Wochen Übergangszeit. Beides ist realistischer als die Vorstellung, jeder müsse denselben Weg gehen.

Häufige Missverständnisse rund um E-Zigaretten

Ein verbreitetes Missverständnis lautet, dass Nikotin automatisch Krebs verursache. So pauschal stimmt das nicht. Nikotin ist vor allem der Stoff, der abhängig macht. Die großen Krebs- und Herz-Kreislauf-Risiken des Rauchens entstehen vor allem durch die Verbrennungsprodukte des Tabaks. Das bedeutet nicht, dass Nikotin harmlos ist, wohl aber, dass man Ursache und Wirkung sauber unterscheiden sollte.

Ebenso ungenau ist die Behauptung, Dampfen sei genauso schädlich wie Rauchen. Dafür gibt es nach heutigem Kenntnisstand keine überzeugende Grundlage. Wer beide Produkte gleichsetzt, übersieht den entscheidenden Unterschied zwischen Verbrennung und Verdampfung. Für die öffentliche Gesundheit kann diese Verwechslung sogar problematisch sein, weil sie Raucher davon abhalten kann, auf eine voraussichtlich weniger schädliche Alternative umzusteigen.

Auf der anderen Seite wäre es ebenfalls falsch zu behaupten, E-Zigaretten seien gesund. Sie sind eher als weniger schädliche Option für bereits nikotinabhängige Raucher zu verstehen, nicht als Lifestyle-Produkt für Menschen ohne Rauchvorgeschichte. Diese nüchterne Einordnung ist meist die ehrlichste.

Fazit

Ist Dampfen weniger schädlicher als Rauchen? Nach dem heutigen Wissensstand lautet die sachliche Antwort: ja, in der Regel deutlich. Der Grund ist vor allem, dass beim Dampfen kein Tabak verbrannt wird und dadurch wesentlich weniger schädliche Stoffe entstehen als beim Rauchen von Zigaretten. Für erwachsene Raucher, die den vollständigen Umstieg schaffen, kann das eine relevante gesundheitliche Verbesserung bedeuten.

Trotzdem sollte man die E-Zigarette nicht als gesundes Produkt bezeichnen. Sie bleibt ein Nikotinprodukt mit eigenen Risiken und ist für Nichtraucher nicht empfehlenswert. Für Raucher hingegen ist die entscheidende Frage meist nicht, ob Dampfen vollkommen risikofrei ist, sondern ob es gegenüber der Tabakzigarette das kleinere Übel darstellt. Genau dafür sprechen viele aktuelle Erkenntnisse.

Wer also bereits raucht und mit dem Rauchen nicht sofort ganz aufhören kann, findet in der E-Zigarette für viele Fälle eine nachvollziehbare Alternative zur Schadensminimierung. Am meisten profitiert, wer die Tabakzigarette vollständig ersetzt und sich zugleich realistisch, informiert und ohne Mythen mit dem Thema auseinandersetzt.

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