Besser atmen dank Nasenpflaster

Nasenpflaster – für freies Atmen

Wer an Sport interessiert ist wird die kleinen Nasenpflaster, manchmal auch Nasenstrips genannt sicher schon gesehen haben. Viele Fußballer und andere Laufsportler tragen diese um die Nase frei zu bekommen und somit mehr Sauerstoff einatmen zu können und ihre Leistung zu steigern. Aber auch für Schnarcher, die nachts Atemprobleme haben sind diese eventuell interessant.

Nasenpflaster kaufen

Worauf beim Kauf achten

Das wichtigste ist natürlich die Hautverträglichkeit. Die meisten Hersteller am Markt haben Ihre Produkte eingehend dermatologisch getestet. Lediglich von sehr preiswerten Produkten mit langer Lieferzeit (China) sollte man sich in acht nehmen.

Als zweiter Punkt ist die Größe des Nasenpflasters. Normalerweise sind die Nasenstrips  für alle Nasen passend. Lediglich kleine oder sehr große Nasen sollten sich ein S oder L Pflaster kaufen.

Sportler sollten wenn Sie bestellen erst eine kleine Packung kaufen, da nicht alle Nasenpflaster  den Belastungen von Schweiß, Reibung oder Schmutz standhalten.

Ergänzend lohnt sich ein Blick auf die Angaben des Herstellers zur Klebekraft, zur vorgesehenen Tragedauer und zur Frage, ob das Produkt eher für die Nacht oder eher für sportliche Aktivität gedacht ist. Manche Modelle sind etwas fester und halten unter Belastung besser, andere sind weicher und damit für empfindliche Haut angenehmer. Wer zu Hautreizungen neigt, sollte möglichst zunächst nur einzelne Anwendungen testen und das Pflaster nicht auf gereizter oder verletzter Haut anbringen.

Nasenpflaster gegen Schnarchen

Für jede Nase den passenden Nasenstrip

Für jede Nase den passenden Nasenstrip

Viele Schnarcher berichten dass Sie mit einem Nasenpflaster besser atmen können. Damit bekommen Sie mehr Luft und die Schnarchgeräusche werden verringert. Grund hierfür ist dass die Atmung durch den Mund entlastet wird und mehr Nasenatmung ermöglicht wird.

Sie können recht einfach testen ob ein Nasenstrip auch Ihr Schnarchproblem lindern kann. Halten Sie sich ein Nasenloch zu und atmen Sie durch das andere. Anschließend halten Sie das andere Loch zu und atmen wieder ein. Sollten Sie Unterschiede merken oder sogar Atemprobleme auf eine Seite haben empfiehlt es sich das Nasenpflaster auszuprobieren.

Mehrere Studien belegen, dass Nasenpflaster bei einer eingeschränkten Nasenatmung subjektiv als hilfreich empfunden werden können und sich das Schlafempfinden verbessern kann. Wichtig ist aber eine realistische Einordnung: Nicht jede Form des Schnarchens entsteht durch die Nase. Wenn das Schnarchen vor allem im Rachenraum entsteht oder Atemaussetzer vorliegen, ist ein Nasenpflaster allein oft nicht ausreichend.

Wir sagen, dass aufgrund des günstigen Preises von wenigen Euros sollte es jeder Schnarcher einmal ausprobieren. Auch unter dem Gesichtspunkt, dass praktisch keine Nebenwirkungen existieren, da die Nasenstripes ohne Wirkstoffe arbeiten. Vielleicht bekommt man so oder in Kombination mit anderen Mitteln das Schnarchen in den Griff, denn Schnarchen stört nicht nur die anderen, sondern verringert auch Ihre eigene Schlafqualität.

Sie sehen das Nasenpflaster gegen Schnarchen ist ein versuch wert um so besser atmen zu können.

Wichtig ist jedoch: Ein Nasenpflaster ist kein Ersatz für eine ärztliche Abklärung, wenn lautes Schnarchen regelmäßig auftritt, wenn tagsüber starke Müdigkeit besteht oder wenn der Partner Atempausen beobachtet. In solchen Fällen sollte an eine Schlafapnoe gedacht werden. Dann ist eine Untersuchung beim HNO-Arzt oder in einem Schlaflabor sinnvoll. Das Pflaster kann zwar die Nasenatmung erleichtern, behandelt aber keine strukturellen Ursachen im Rachen und ersetzt keine medizinische Therapie.

Für viele Betroffene ist das Pflaster dennoch ein sinnvoller erster Test. Gerade dann, wenn die Nase im Liegen häufig dicht wirkt, bei Erkältungen anschwillt oder bei einer leichten Nasenscheidewandabweichung weniger Luft durchkommt, kann die mechanische Erweiterung der Nasenflügel spürbar helfen. Ob der Effekt groß genug ist, zeigt sich meist schon nach wenigen Nächten.

Wie funktioniert das Nasenpflaster

Auch wenn der Name es anders vermuten lässt unterscheidet sich das Nasenpflaster von normalen Pflastern deutlich. In es ist ein Stück biegsames Plastik eingearbeitet. Beim Kleben des Nasenstrips über die Nase wird das Plastik leicht gebogen und es versucht wieder in die ursprüngliche Form zu kommen. Dadurch werden die Nasenflügel angehoben und der Luftdurchfluss verbessert.

Dieser verbesserte Luftdurchfluss erleichtert die Atmung spürbar, da der Durchmesser des Nasenlochs vergrößert wird und somit die Luft leichter strömen kann. Durch die Vergrößerung bekommen Sie leichter Luft und die Atmung  durch den Mund kann reduziert werden.

Genauer gesagt wirkt das Nasenpflaster von außen auf den beweglichen Teil der Nase. Es öffnet nicht die tieferen Atemwege und hat auch keine abschwellende oder medikamentöse Wirkung. Der Nutzen entsteht rein mechanisch. Genau deshalb setzt die Wirkung sofort ein, verschwindet nach dem Abziehen aber auch wieder. Das unterscheidet Nasenpflaster deutlich von Nasensprays oder anderen Hilfsmitteln.

Besonders hilfreich ist diese mechanische Unterstützung dann, wenn die Nasenflügel beim Einatmen leicht nach innen nachgeben oder wenn die Nase ohnehin eher eng gebaut ist. Bei komplett verstopfter Nase, etwa durch starke Schleimhaut-Schwellung, reicht ein Nasenstrip dagegen oft nicht aus. In solchen Situationen kann er allenfalls ergänzend helfen.

Vorteile

Folgende Vorteile haben Sie beim Tragen eines Nasenpflasters:

  • Sehr leicht anzuwenden und aufzutragen
  • Externe Anwendung statt intern wie bei einem Nasenschmetterling
  • Unauffällig und kaum störend
  • Kann sowohl beim Sport für mehr Luft als auch nachts gegen Schnarchen verwendet werden
  • Besonders stark bei Schnarchen, dass durch eine zu schwache Nasenatmung ausgelöst wird
  • Kann auch bei Erkältungen oder verstopfter Nase eingesetzt werden. Ein beliebtes Hausmittel bei Erkältungen ist übrigens Zwiebelsud

Nachteile

Natürlich gibt es wie bei vielen Produkten auch einige Nachteile

  • Nach dem Ablegen ist der Effekt schnell verflogen
  • Bei empfindlicher Haut können sich leichte Abdrücke an der Nase abzeichnen
  • Nicht so wirkungsvoll wie eine Nasenschmetterling

Hinzu kommt, dass nicht jede Person den Zug auf der Haut als angenehm empfindet. Gerade bei trockener Haut, nach dem Rasieren oder bei sehr häufiger Anwendung kann das Abziehen etwas unangenehm sein. Außerdem hilft ein Nasenpflaster nur dann wirklich, wenn die Behinderung der Atmung im vorderen Nasenbereich liegt. Gegen tiefere Ursachen wie stark vergrößerte Nasenmuscheln, Polypen oder ausgeprägte anatomische Engstellen reicht die Wirkung oft nicht aus.

Historie

Entwickelt wurde das Nasenstrip zu Beginn der 90er Jahre in Amerika. Dort wurde es unter der Marke Breathe Right® vertrieben. Es war genau so gedacht wie es heute verwendet wird um die Atemwege zu erweitern und ein leichteres atmen zu ermöglichen.

Seitdem hat sich am Grundprinzip wenig geändert. Moderne Produkte unterscheiden sich vor allem in Material, Klebefläche, Federstärke und Größe. Die Funktion bleibt aber gleich: Die Nasenflügel werden durch eine elastische Verstärkung leicht nach außen gezogen. Deshalb sind auch viele aktuelle Produkte untereinander ähnlich, obwohl sie sich in Passform und Tragegefühl durchaus unterscheiden können.

Wie lege ich das Nasenpflaster / Nasenstrip richtig an

Sie müssen beim Anlegen beachten, dass das Pflaster weder zu tief noch zu hoch sitzt.

In der Praxis bewährt sich folgende Vorgehensweise: Reinigen und trocknen Sie die Nase vor dem Aufkleben gründlich. Hautfett, Creme oder Make-up verschlechtern die Haftung deutlich. Danach das Schutzpapier abziehen und den Streifen mittig auf den unteren, beweglichen Teil der Nase setzen. Das Pflaster sollte über den Nasenflügeln liegen, nicht oben auf dem harten Nasenbein. Wird es zu hoch geklebt, ist der Effekt meist gering. Sitzt es zu tief, kann es unangenehm drücken oder sich schneller lösen.

Drücken Sie das Pflaster nach dem Anlegen einige Sekunden an, damit der Kleber gut haftet. Wer nachts stark schwitzt oder fettige Haut hat, sollte besonders sorgfältig entfetten. Beim Entfernen empfiehlt es sich, die Haut leicht anzufeuchten oder den Streifen langsam abzuziehen, um Reizungen zu vermeiden. Viele Hersteller raten dazu, das Produkt nur einmal zu verwenden und es nicht länger zu tragen als vorgesehen.

Wenn das Pflaster nicht sofort angenehm sitzt, sollte es nicht mehrfach stark umgeklebt werden. Durch wiederholtes Lösen verliert es oft an Klebekraft. Dann ist ein neuer Streifen meist die bessere Lösung. Wer sich unsicher ist, kann tagsüber zu Hause zunächst einige Probeanwendungen machen, bevor das Nasenpflaster die ganze Nacht oder beim Training getragen wird.

Nasenpflaster bei Spiel und Sport

Der kleine Helfer erfreut sich auch bei vielen Sportlern großer Beliebtheit. Gerade bei körperlich sehr anstrengenden Sportarten ist eine ausreichende Luftzufuhr extrem wichtig. So ist es nicht selten, dass man Athleten in den Sportarten Fußball, Basketball oder Hockey mit den Helfern sieht. Prinzipiell eignet es sich aber für alle Sportarten. Wer stark schwitz oder viel Körperkontakt bei seinem Sport hat sollte eventuell zuerst mit eine kleinen Packung testen ob die Nasenstrips auch halten. Nicht dass man sich gleich 100 Stück bestellt und diese anschließend nicht nutzt.

Bei sportlicher Nutzung sollte man die Erwartungen realistisch halten. Viele Anwender empfinden die Nasenatmung als freier und angenehmer, was gerade bei Intervallbelastungen oder längeren Ausdauereinheiten als positiv wahrgenommen wird. Ein sicher nachweisbarer Leistungszuwachs ist dadurch aber nicht automatisch gegeben. Der Vorteil liegt eher im subjektiv leichteren Atmen und darin, dass manche Sportler den Mund weniger stark öffnen müssen.

Besonders sinnvoll kann das bei kalter Luft, bei trockener Hallenluft oder in Phasen leichter Erkältung sein, wenn die Nase etwas enger ist als sonst. Wer das Nasenpflaster beim Training verwenden möchte, sollte es aber nicht erst im Wettkampf ausprobieren. Schon kleine Unterschiede in Passform und Klebekraft können darüber entscheiden, ob der Streifen zuverlässig hält oder sich durch Schweiß vorzeitig löst.

Kontaktsportarten sind ein Sonderfall. Dort kann der Streifen durch Berührungen, Reibung oder Schutzausrüstung verrutschen. Für Joggen, Radfahren auf moderatem Niveau, Fitnessstudio oder andere Sportarten ohne viel Körperkontakt ist die Anwendung meist unkomplizierter. Auch hier gilt: Die Haut sollte sauber und trocken sein, sonst lässt die Haftung schnell nach.

Wann Nasenpflaster weniger sinnvoll sind

Nicht immer ist ein Nasenpflaster die passende Lösung. Bei starken allergischen Beschwerden, akuten Nebenhöhlenproblemen, Nasenpolypen, deutlicher Nasenscheidewandverkrümmung oder häufig wiederkehrender kompletter Nasenblockade sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Das Pflaster kann zwar Symptome etwas lindern, behebt aber keine solche Grunderkrankung.

Auch bei Kindern sollte man vorsichtig sein und sich an die Herstellerangaben zum Alter halten. Die Haut ist empfindlicher und nicht jede Größe passt gut. Wenn Unsicherheit besteht, ist eine Rücksprache mit Kinderarzt oder HNO-Arzt sinnvoll. Gleiches gilt für Personen mit sehr empfindlicher Haut, bekannten Kontaktallergien oder frischen Hautverletzungen an der Nase.

Praktische Hinweise für den Alltag

Viele Anwender machen mit einem kleinen Selbsttest gute Erfahrungen: Nutzen Sie das Nasenpflaster zunächst an zwei bis drei Abenden in einer ruhigen Umgebung und achten Sie darauf, wie sich die Nasenatmung anfühlt. Wenn möglich, beobachten Sie auch, ob Sie nachts seltener mit trockenem Mund aufwachen oder ob Ihr Partner eine Veränderung beim Schnarchen bemerkt. So lässt sich recht schnell einschätzen, ob sich ein weiterer Einsatz lohnt.

Wer das Pflaster regelmäßig verwendet, sollte die Haut an der Nase pflegen und Pausen einlegen, wenn es zu Rötungen kommt. Ein Produktwechsel kann ebenfalls helfen, da Kleber und Material je nach Hersteller unterschiedlich ausfallen. Nicht jedes Nasenpflaster passt zu jeder Haut und nicht jede Federstärke wird als angenehm empfunden.

Ein weiterer praktischer Punkt ist die Lagerung. Die Streifen sollten trocken und möglichst bei normaler Raumtemperatur aufbewahrt werden. Zu viel Feuchtigkeit oder Hitze kann die Klebeeigenschaften beeinträchtigen. Geöffnete Packungen sollten gut verschlossen bleiben, damit die Pflaster nicht vorzeitig an Haftung verlieren.

Häufige Fragen zu Nasenpflastern

Kann man Nasenpflaster jede Nacht verwenden?

Grundsätzlich ja, sofern die Haut das gut verträgt und die Herstellerangaben beachtet werden. Bei regelmäßigen Rötungen, Juckreiz oder kleinen Hautverletzungen sollte jedoch pausiert und gegebenenfalls ein anderes Produkt ausprobiert werden.

Helfen Nasenpflaster bei einer Erkältung?

Sie können das Atmen erleichtern, wenn die Nase nur leicht bis mäßig beeinträchtigt ist. Bei stark geschwollenen Schleimhäuten reicht die mechanische Erweiterung häufig nicht aus. Dann ist der Effekt eher begrenzt.

Sind Nasenpflaster und Nasenschmetterlinge dasselbe?

Nein. Beide sollen die Nasenatmung verbessern, arbeiten aber unterschiedlich. Das Nasenpflaster wird außen auf die Nase geklebt, während ein Nasenschmetterling oder Nasendilatator innen getragen wird. Welches System angenehmer oder wirksamer ist, hängt stark von der Person ab.

Kann man damit Schlafapnoe behandeln?

Nein. Ein Nasenpflaster kann die Nasenatmung erleichtern, ist aber keine Behandlung der Schlafapnoe. Bei Verdacht auf Atemaussetzer ist immer eine ärztliche Abklärung nötig.

Wie schnell merkt man eine Wirkung?

Normalerweise sofort nach dem korrekten Aufkleben. Ob die Verbesserung im Alltag oder gegen Schnarchen ausreicht, zeigt sich meist innerhalb weniger Anwendungen.

Fazit

Nasenpflaster sind ein einfaches, vergleichsweise günstiges Hilfsmittel, das vor allem dann sinnvoll sein kann, wenn die Nasenatmung im vorderen Bereich eingeschränkt ist. Sie wirken ohne Wirkstoffe, sind schnell angewendet und können sowohl beim Sport als auch nachts nützlich sein. Gleichzeitig sollte man die Grenzen kennen: Bei starkem Schnarchen, bei Verdacht auf Schlafapnoe oder bei anhaltenden Nasenproblemen ersetzen sie keine medizinische Abklärung. Wer realistische Erwartungen hat und auf Hautverträglichkeit sowie richtige Anwendung achtet, kann mit Nasenstrips jedoch einen durchaus praktischen Helfer für freieres Atmen finden.

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