Bist du morgens schnell wach oder kommst du erst später am Tag richtig in Schwung? Manche Menschen sind schon früh konzentriert und leistungsfähig, während andere am Abend noch einmal deutlich aufdrehen. Dahinter kann dein Chronotyp stecken – also deine individuelle Tendenz zu einem eher frühen oder späten Tagesrhythmus.
Übersicht
Der Test: Chronotyp Test: Welcher Schlaftyp bin ich?
Mit dem folgenden kurzen Selbsttest kannst du einschätzen, ob dein persönlicher Rhythmus eher auf der frühen oder auf der späten Seite liegt. Dabei geht es nicht nur darum, wann du ins Bett gehst, sondern auch darum, wann du dich natürlicherweise wach, konzentriert und leistungsfähig fühlst. Antworte möglichst danach, wie du dich tatsächlich erlebst – nicht danach, wie dein Tagesablauf aufgrund von Arbeit, Familie oder anderen Verpflichtungen aussehen muss.
Chronotyp Test: Welcher Schlaftyp bin ich?
Finde heraus, ob dein natürlicher Rhythmus eher früh, ausgeglichen oder spät liegt.
Der Test besteht aus 12 kurzen Fragen. Wähle jeweils die Antwort, die deinen natürlichen Tagesrhythmus am besten beschreibt.
Bitte wähle genau eine Antwort.
Vermutlich ist dir bewusst, dass zu viel Kaffee zum falschen Zeitpunkt den Schlafrhythmus und die Schlafqualität verändern kann. Trinks du viel Kaffee oder Energydrinks? Dann teste hier, ob dein Koffeinkonsum zu hoch ist. Ein weiterer, vielleicht hilfreicher Test für dich: Warum bin ich so müde?
Das Testergebnis: Chronotyp Test: Welcher Schlaftyp bin ich?
Das Ergebnis ordnet deine Antworten auf einem Spektrum von früh bis spät ein. Die Übergänge sind dabei fließend. Du musst dich also nicht in jeder Beschreibung vollständig wiederfinden.
Frühtyp – die ausgeprägte Lerche
Als Frühtyp liegt dein natürlicher Tagesrhythmus deutlich auf der frühen Seite. Du kommst morgens wahrscheinlich vergleichsweise schnell in Gang und kannst anspruchsvolle Aufgaben häufig schon früh gut erledigen. Dafür lässt deine Energie am Abend tendenziell früher nach.
Umgangssprachlich wird ein ausgeprägter Morgentyp häufig als Lerche bezeichnet. Wenn du dich hier wiederfindest, kann es sinnvoll sein, wichtige Aufgaben möglichst auf die erste Tageshälfte zu legen und sehr späte Termine nicht unnötig zu häufen.
Morgenorientierter Typ – eher Lerche
Du tendierst ebenfalls zum Morgen, bist aber weniger stark auf frühe Uhrzeiten festgelegt. Vormittags fühlst du dich wahrscheinlich häufig konzentriert und leistungsfähig, kannst deinen Rhythmus jedoch etwas flexibler an spätere Termine anpassen.
Du liegst damit zwischen der ausgeprägten Lerche und dem ausgeglichenen Typ.
Ausgeglichener Typ – die Taube
Beim ausgeglichenen Typ gibt es keine deutliche Präferenz für einen sehr frühen oder sehr späten Rhythmus. In der Fachsprache spricht man häufig von einem intermediären oder neutralen Chronotyp. Bildlich wird dafür gelegentlich die Bezeichnung Taube verwendet.
Das bedeutet nicht, dass deine Energie über den gesamten Tag identisch ist. Auch bei einem ausgeglichenen Chronotyp können sich persönliche Hoch- und Tiefphasen zeigen. Sie liegen lediglich weniger deutlich an den Rändern des Tages.
Abendorientierter Typ – eher Eule
Bei dir verschiebt sich der natürliche Rhythmus in Richtung späterer Tageszeiten. Sehr frühe Termine können sich unangenehm anfühlen, während du am Nachmittag und Abend häufig noch recht leistungsfähig bist.
Du bist damit eher eine Eule, ohne zwangsläufig ein ausgeprägter Spättyp zu sein.
Spättyp – die ausgeprägte Eule
Als Spättyp wirst du tendenziell später müde und erreichst auch deine gute Leistungsphase später. Besonders frühes Aufstehen kann sich deshalb selbst dann schwierig anfühlen, wenn du grundsätzlich ausreichend schlafen kannst.
Umgangssprachlich wird dieser Chronotyp als Eule bezeichnet. Problematisch wird ein später Chronotyp vor allem dann, wenn Schule, Arbeit oder andere Verpflichtungen dauerhaft einen deutlich früheren Rhythmus verlangen. Dann kann sich über die Woche ein Schlafdefizit entwickeln.
Weitere Einteilungsmöglichkeit: Löwe, Bär, Wolf, Delfin
Wenn du schon einmal nach einem Schlaftyp-Test oder Chronotyp-Test gesucht hast, bist du möglicherweise auch auf die Begriffe Löwe, Bär, Wolf und Delfin gestoßen. Diese Einteilung wurde vor allem durch den Schlafmediziner und Autor Michael Breus bekannt.
Das Modell ist leicht verständlich, sollte aber nicht mit der klassischen wissenschaftlichen Einteilung in Morgen-, Zwischen- und Abendtypen gleichgesetzt werden. Besonders der Delfin beschreibt nicht nur eine zeitliche Präferenz, sondern bezieht zusätzlich Eigenschaften des Schlafs mit ein.
Löwe
Der Löwe steht im Breus-Modell für einen eher frühen Rhythmus. Menschen dieses Typs werden vergleichsweise früh aktiv und bevorzugen wichtige Aufgaben in der ersten Tageshälfte. Inhaltlich gibt es damit Überschneidungen mit dem klassischen Morgentyp beziehungsweise der Lerche.
Bär
Der Bär soll einen Rhythmus darstellen, der sich relativ stark am normalen Wechsel von Tageslicht und Dunkelheit orientiert. Er wird häufig als eher mittlerer Typ beschrieben und weist damit gewisse Ähnlichkeiten zum intermediären Chronotyp auf.
Wolf
Der Wolf steht für einen späteren Tagesrhythmus. Morgens kommt dieser Typ eher langsam in Gang und erlebt seine produktiveren Stunden häufig später am Tag. Damit ähnelt er in einigen Punkten dem klassischen Abendtyp beziehungsweise der Eule.
Delfin
Der Delfin nimmt innerhalb dieses Modells eine Sonderstellung ein. Er wird als besonders leichter beziehungsweise empfindlicher Schläfer beschrieben. Deshalb lässt er sich nicht einfach einem bestimmten Punkt zwischen Lerche und Eule zuordnen.
Für den Test auf dieser Seite verwenden wir diese Tierkategorien bewusst nicht als Ergebnis. Stattdessen betrachten wir ausschließlich die Tendenz deines Tagesrhythmus von früh bis spät.
So funktioniert der Test
Ein kurzer Online-Test kann den biologischen Rhythmus nicht exakt messen. Er kann aber typische Muster sichtbar machen. Deshalb betrachten die Fragen mehrere Situationen aus deinem Alltag, anstatt nur nach deiner üblichen Schlafenszeit zu fragen.
Deine bevorzugte Zeit für Konzentration
Ein wichtiger Hinweis auf deinen Chronotyp ist die Frage, wann geistig anspruchsvolle Aufgaben besonders gut funktionieren. Frühe Typen erleben ihre günstige Phase häufig früher, während sich diese bei späten Typen nach hinten verschiebt.
Dein Start in den Morgen
Nicht jeder Mensch ist direkt nach dem Aufstehen gleich wach. Manche können kurz danach bereits konzentriert arbeiten, andere benötigen deutlich länger. Diese sogenannte Schlafträgheit ist zwar nicht identisch mit dem Chronotyp, kann zusammen mit den übrigen Antworten aber Hinweise auf deine zeitliche Orientierung geben.
Deine Energie am Abend
Ebenso aufschlussreich ist, wann deine geistige und körperliche Energie am Abend abnimmt. Wenn du regelmäßig schon früh müde wirst, spricht das eher für eine frühere Orientierung. Bleibst du dagegen bis spät am Abend konzentriert und aktiv, passt das eher zu einer späteren Tendenz.
Dein Verhalten an freien Tagen
Arbeitszeiten und Wecker können deinen tatsächlichen Tagesrhythmus überdecken. Deshalb ist interessant, was passiert, wenn äußere Vorgaben wegfallen. Verschiebt sich dein Tagesablauf an freien Tagen deutlich nach hinten, kann das auf eine spätere innere Präferenz hinweisen.
Deine bevorzugten Zeiten für Aktivität
Auch Sport, soziale Aktivitäten und anspruchsvolle Gespräche fühlen sich nicht zu jeder Tageszeit gleich passend an. Im Test werden deshalb unterschiedliche Alltagssituationen betrachtet. Entscheidend ist dabei das Gesamtbild und nicht eine einzelne Antwort.
Was dein Chronotyp biologisch bedeutet
Unser Schlaf-Wach-Rhythmus wird wesentlich durch das zirkadiane System gesteuert. Vereinfacht gesagt besitzt der Körper eine innere Zeitsteuerung, die zahlreiche Vorgänge über ungefähr 24 Stunden koordiniert. Dazu gehören nicht nur Schlaf und Wachheit, sondern beispielsweise auch Körpertemperatur und die zeitliche Ausschüttung verschiedener Hormone.
Ein besonders wichtiger äußerer Zeitgeber ist Licht. Helles Licht am Morgen unterstützt eine frühere zeitliche Ausrichtung des inneren Rhythmus, während Licht am späten Abend die innere Nacht nach hinten verschieben kann. Moderne Lebensbedingungen können deshalb beeinflussen, wann wir uns müde oder wach fühlen.
Der Chronotyp ist gleichzeitig nicht ausschließlich eine Frage der Gewohnheit. Auch biologische und genetische Faktoren spielen eine Rolle. Außerdem verändert sich die bevorzugte Schlafenszeit im Laufe des Lebens. Jugendliche und junge Erwachsene tendieren im Durchschnitt stärker zu späteren Rhythmen, während sich die innere Uhr mit zunehmendem Alter häufig wieder nach vorne verschiebt.
Chronotyp und Schlafdauer sind nicht dasselbe
Ein häufiger Irrtum besteht darin, einen späten Chronotyp mit langem Schlaf gleichzusetzen. Beides sind unterschiedliche Eigenschaften. Eine Eule kann wenig oder viel Schlaf benötigen, genauso wie eine Lerche.
Auch die Schlafqualität ist eine eigene Frage. Du kannst einen frühen Chronotyp haben und trotzdem schlecht schlafen. Umgekehrt kann ein ausgeprägter Spättyp einen stabilen und erholsamen Schlaf haben, wenn der Alltag genügend Raum für seinen Rhythmus lässt.
Wenn innere Uhr und Alltag nicht zusammenpassen
Besonders relevant wird der Chronotyp, wenn dein natürlicher Rhythmus und deine täglichen Verpflichtungen weit auseinanderliegen. Ein ausgeprägter Spättyp, der jeden Werktag sehr früh aufstehen muss, kann beispielsweise an Arbeitstagen Schlaf verlieren und versuchen, diesen an freien Tagen nachzuholen.
Große Unterschiede zwischen Arbeits- und freien Tagen können den Rhythmus zusätzlich unruhig machen. Statt die eigene innere Uhr vollständig verändern zu wollen, ist häufig sinnvoller zu überlegen, welche Teile des Tagesablaufs sich realistisch an den eigenen Rhythmus anpassen lassen.
Wann ein Chronotyp-Test nicht ausreicht
Wenn du regelmäßig erhebliche Probleme beim Einschlafen oder Aufstehen hast, tagsüber stark schläfrig bist oder dein Schlaf deinen Alltag deutlich beeinträchtigt, reicht eine Einteilung in Lerche oder Eule nicht aus. Hinter solchen Beschwerden können sehr unterschiedliche Ursachen stecken.
Auch bei einem extrem nach hinten verschobenen Schlafrhythmus sollte nicht automatisch angenommen werden, dass es sich lediglich um einen ausgeprägten Spättyp handelt. Bei starken und anhaltenden Beschwerden kann eine ärztliche oder schlafmedizinische Abklärung sinnvoll sein.
